Europäische Reglementierungswut

Wie unlängst in den Medien zu erfahren war, prüft das Eidgenössische Departement für Umwelt, Energie, Verkehr und Kommunikation die Einführung einer neuen Verordnung, welche den Lärmschutz von Geräten und Maschinen im Freien reglementieren soll. Konkret geht es dabei um die Übernahme der in der EU gültigen Vorschriften.

Auf der einen Seite ist dieser Schritt zu begrüssen, weil damit auch technische Handelshemmnisse im Bezug auf die betroffenen Geräteklassen vermieden werden, andererseits blicke ich mit Skepsis auf den immer dichter werdenden Paragraphendschungel.

Wo eine Grosszahl an Menschen und Kulturen aufeinander treffen oder zusammenleben, braucht es verbindliche Schranken, die ein friedliches Nebeneinander garantieren können. Jedoch finde ich es bedenklich, wenn dabei proportional zum Wachstum der Gesetze der gesunde Menschenverstand im gleichen Masse abnimmt und man sich bei jedem Problem blind auf die Paragraphen beruft.

Braucht es in unserer ohnehin überreglementierten Gesellschaft wirklich noch eine Richtlinie, die den Lärm von Nachbars Rasenmäher limitiert, während dessen kreischenden Kinder ungestraft jegliche Dezibelgrenzen sprengen dürfen?

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