Üetliberg-Lauf

Der traditionelle Abschluss der ZLC-Saison stand an. Ich entschied mich zur Teilnahme, um auch dieses Jahr sechs zählende Läufe im Kasten zu haben und somit regulär rangiert zu werden. Die Temperaturen lagen zwar deutlich unter 10 °C, aber es war trocken und die Sonne schaute sogar zwischen den Wolken durch.

Als Garderobe durfte ich die Wohnung meiner Eltern benutzen, so dass ich in fünf Minuten Fussmarsch am Start war. Papi postierte sich mit der Kamera am Streckenrand und ich reihte mich nach kurzem Einlaufen in der dritten Reihe ein. Die Kurven zu Beginn des Laufes sind tückisch und so lohnt es sich, dem Gedränge ein wenig aus dem Weg zu gehen.

Somit startete ich auch ziemlich schnell und suchte mir einen Platz an der rechten Seite. Die 90°-Kurve am Fusse des Kieswegs zu Beginn war dann aber problemlos. Und schon ging es in die Steigung hinein. Ich wollte eine gleichmässige Pace laufen, die mir noch genügend Luft lässt, um aufzudrehen. So lies ich mich in kleinen Gruppen mittreiben oder übernahm auch kurzzeitig einmal eine Führung. Die Beine schienen mir nicht sehr gut zu sein – oder war es schlicht und einfach die Steigung?

Dann das langgezogene Bergab-Stück, bevor es in die langsam und stetig dem Kulminationspunkt entgegen ging. Ich hatte meine letztjährige Strecke auf die GPS-Uhr geladen und konnte so vergleichen, wie ich heuer in der Zeit lag. Als ich sah, dass ich nur einige wenige Sekunden hinter meiner letztjährigen Zeit lag, gab es mir Hoffnung, da ich subjektiv ein eher schlechtes Gefühl hatte.

Oben angekommen genehmigte ich mir einen Becher Wasser und versuchte anschliessen, so schnell als möglich wieder die Pace zu erhöhen. Die Beine wollten aber nicht so richtig laufen, auch nicht, als es bereits wieder bergab ging. Ich konnte einfach nicht richtig Tempo machen und fühlte eine angezogene Handbremse. Dafür lief es nun geradeaus und bergauf wieder besser. Und die zwischenzeitlich 16 Sekunden Rückstand auf letztes Jahr waren auch nicht alle Welt.

Auf dem Rückweg befand ich mich stets in der Nähe der dritten und vierten Frau, konnte dann die Vierte überholen und blieb an der Dritten dran. Endlich ging es auf die letzten zwei Kilometer. Ich liess die Beine nochmals voll laufen Richtung Albisgütli hinunter. Nun schien die Blockade gelöst. Der Schlussaufstieg ins Ziel hatte es nochmals in sich. Ich schaffte es jedoch, Positionen gut zu machen und befand mich unmittelbar hinter der vierten Frau vor der letzten Kurve. Mit einem beherzten Antritt überholte ich und liess auch noch ein bis zwei weitere Läufer stehen.

Mit 57.10,5 war ich schlussendlich fünf Sekunden langsamer als letztes Jahr und erreichte den 18. Rang in der M30-Kategorie mit 170 Läufern. Erste Hochrechnungen zeigen, dass ich es in der Gesamtabrechnung in die Top 10 der M30-Kategorie geschafft habe – unmittelbar hinter Benj. Damit wäre ich natürlich sehr zufrieden! Ich warte gespannt aufs offizielle Schlussresultat…

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1 Response to Üetliberg-Lauf

  1. Benjamin says:

    Hallo Ranglistennachbar 😉 Gratuliere zum soliden ZLC-Saisonausklang!

    In den Top 10 der Rangliste scheinen die Abstände nach vorn gigantisch… die Leute sind einfach konstant schneller. Ich habe in keinem einzigen Lauf eine bessere Zeit erzielt als irgend einer der 8 vor mir!

    Nächstes Jahr dann 🙂

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