Männedörfler Waldlauf

Zum dritten Mal stand der Männedörfler Waldlauf auf meinem Programm. Eher spontan hatte ich mich entschieden, teilzunehmen und damit die ZLC-Saison 2013 zu eröffnen. Da neu die Startnummern sowieso nicht mehr verschickt werden, bringt eine vorgängige Anmeldung (als GA-Besitzer) keine Vorteile mehr.

Das Barometer zeigte 7 °C und der Himmel war bewölkt. Eigentlich gute Laufbedingungen, tendenziell eher auf der kühleren Seite. Auch die Strecke wurde in guter Verfassung angekündigt mit ein paar schattigen und dementsprechend feuchten Stellen.

Ohne spezifische Vorbereitung reiste ich zusammen mit Silja nach Männedorf, wo wir trotz knapper Zeit noch problemlos unsere Startnummern bekamen. Dann hiess es für mich, eine Stunde auf den Start zu warten. Aufgrund der niedrigen Temperaturen verbrachte ich diese ziemlich eingepackt beim Startgelände.

Dann endlich ging die Saison los! Der steile Beginn war mir noch präsent und so war ich darauf bedacht, nicht bereits sämtliche Energie zu verbrennen. Ich fühlte mich gut und konnte im anschliessenden Bergab-Teil Tempo machen. Die ständigen Rhythmuswechsel sind markant für den Männedörfler Lauf, so dass man nie in den Fluss kommt.

Auf den folgenden Kilometern kreisten meine Gedanken stets um die noch folgende Steigung bei Kilometer acht. Diese war mir noch sehr präsent und ich wusste, dass ich dort noch Kraft brauchen würde. Trotzdem lief ich immer so, dass nicht mehr viel Spielraum nach oben war – nicht rot, aber zumindest orange. Beim Verpflegungsposten bei Streckenhälfte gönnte ich mir ein Wasser während ein paar lockeren Schritten und wurde prompt von einer kleinen Verfolgergruppe überholt.

Doch nun ging es langsam aber sicher auf die finale Steigung zu. Ein paar der Verfolger hatte ich am Fuss der Steigung bereits wieder überholt. Mit gleichmässigen Schritten erklomm ich den Hügel. Nach den anfänglichen Serpentinen ging es auf die Strasse und moderat dem Kulminationspunkt entgegen. Ich fühlte mich wieder prima und konnte zwei Plätze gut machen.

Nun folgte ein munteres Auf und Ab. Nicht nur, was die Topologie der Strecke anging, sondern auch innerhalb der sich gebildeten Dreiergruppe, in der ich lief. Wir wechselten uns ständig in der Führung ab, blieben jedoch bis zwei Kilometer vor dem Ziel stets zusammen und machten gemeinsam einige Plätze gut. Dann konnte ich mich endlich absetzen. Zwar noch nicht entscheidend, aber ich war immerhin zuversichtlich, dass ich im letzten steilen Gefälle Richtung Ziel davonziehen kann.

Und so kam es dann auch. Kurz vor dem Ziel konnte ich sogar noch einen Läufer abfangen, der mich kurz zuvor mit seinem zu früh angesetzten Schlussspurt überholte, jedoch gelange es mir nicht mehr, eine Position gut zu machen. Trotzdem reichte es für einen neuen persönlichen Rekord am Männedörfler Waldlauf. Mit 45.05,8 erreichte ich den 8. Rang von 114 Läufern meiner Kategorie und war mit dem Top-10-Ergebnis entsprechend zufrieden.

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