Unterschiede I: Früchte wägen im Supermarkt

Zumeist sind es kleine aber feine Unterschiede, die das Leben eines Expats zusätzlich zu erschweren wissen. Eine Auswahl der diesbezüglichen schweizerisch-serbischen Unterschiede möchte ich hier in loser Folge präsentieren und beginne mit der profanen Tätigkeit des Wägens von Gemüse oder Früchten im Supermarkt.

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Beim letzten Einkauf gönnte ich mir ein paar (eigentlich: Paar, da es genau genommen zwei waren) Golden-Delicious-Äpfel. Sauber in ein Plastiksäckchen verpackt (ja, die sind hier hoffentlich noch lange legal) und ab zur Waage. Die Nummer vom Schild hatte ich mir natürlich gemerkt. Genau genommen die verschiedenen Nummern. Erster Versuch mit der am plausibelsten erscheinenden Nummer: Der resultierende serbische Früchtenamen korrelierte aber leider nicht mit dem Schild. Nach einem hilf- und erfolglosen zweiten Versuch kam mir schliesslich eine Angestellte zur Hilfe und tippte einen völlig anderen (aber korrekten) Code ein.

Mit scharfem Beobachten anlässlich meines nächsten Einkaufs merkte ich, dass die gestrige Hilfe nicht etwa ein glücklicher Zufall war: Alle Kunden liessen die Nummer von der netten Dame eintippen. Diese Profi-Früchte-Wägerin (siehe Foto) ist somit Teil der Einkaufsdienstleistung und die richtigen Nummern der Kundschaft gar nicht bekannt.

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1 Response to Unterschiede I: Früchte wägen im Supermarkt

  1. Monika says:

    Interessant. Und hier werden die Früchte und Gemüse von der Kassierin gewogen (was beim letzten Schweizbesuch schon zu Problemen an der Kasse geführt hat…). Nummern sind der Kundschaft auch hier nicht bekannt und hin und wieder muss einem Teenager bei allzu exotischem Gemüse wie beispielsweise Fenchel oder Knollensellerie auf die Sprünge geholfen werden.

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