Roadtrip

IMG_1017Bisher war ich stets mit dem Taxi unterwegs, da ich über keinen fahrbaren Untersatz in Belgrad verfügte und die öffentlichen Verkehrsmittel hier seeehr zeitraubend sind. Um dies zu ändern, plante ich von Anfang an, meinen Skoda aus der Schweiz zu überführen. Der Autofachmann und erprobte Rallye-Beifahrer SF erklärte sich spontan einverstanden, mich bei diesem Unterfangen zu assistieren. Und so machten wir uns vergangenen Samstag auf die 1′248 Kilometer lange Reise.

Wir teilten die Reise auf drei Tage auf, ohne genau zu wissen, wo unsere Etappen enden werden. Mit Ausnahme der ersten Nacht, für die wir uns im Vorfeld in Ljubljana im Hotel Cubo (sehr zu empfehlen!) eingemietet hatten. Die erste siebenstündige Etappe verlief ziemlich ereignislos. Bis auf einen kurzen Stau rund um Bregenz waren wir zeitweise beinahe alleine auf den Autobahnen. Zwecks Fütterung des Beifahrers mussten jedoch einige Boxenstopps in Kauf genommen werden.

IMG_1021In Ljubljana angekommen, machten wir uns nach kurzer Dusche auf Futtersuche. Mit Tipps der lokalen Rezeptionistin und einem Stadtplan bewaffnet, zogen wir los. Eigentlich wäre Dorfplan eher angebracht, denn die pittoreske Hauptstadt von Slowenien erscheint eher kleindimensioniert – im sehr positiven Sinn! Die über der Altstadt thronende Burg wird in der Nacht in den verschiedensten Farben beleuchtet und wirkt dadurch umso imposanter.

IMG_1022Die zahlreichen Fussgängerbrücken über die Ljubljanica in der Altstadt und die beiden Gassen entlang des Flusses waren durch und durch mit Weihnachtsständen versehen. Und so starteten wir mit zahlreichen Glühweinen in den Abend. Nachdem wir beim ersten Geheimtipp keinen Tisch mehr bekamen, versuchten wir das Glück am zweiten Ort und wurden fündig.

Am nächsten Morgen testeten wir ausgiebig das Morgenbuffet und nahmen uns anschliessend Zeit, die Burg zu besuchen. Der Ausblick vom Burghügel ist super, leider vermieste uns das Wetter die erhoffte Weitsicht. Das nächste Etappenziel hatten wir am Vorabend mit einer Hotelbuchung in Zagreb besiegelt und so ging es auf die knapp zweistündige Fahrt.

Skoda verstaut, frisch geduscht und ab auf Glühweinjagd. Wie bereits in Ljubljana war einiges los im Stadtkern und so fiel es uns leicht, Tranksame aufzuspüren. Die anschliessende Essenssuche gestaltete sich leicht schwieriger, aber machbar.

Am Montag folgte – wiederum nach ausgiebigem Frühstück – die letzte Etappe nach Serbien. Die Passkontrolle an der EU-Aussengrenze gestaltete sich als völlig unproblematisch – die Autobahn-Bezahlstationen waren mühseliger.

Doch nun folgte fahrtechnisch der wohl schwierigste Teil der ganzen Reise: Zuerst der Stadtverkehr in Belgrad auf den nicht mehr ganz so schönen Strassen und anschliessend das Einparken Einzirkeln des Autos in die super-enge Garage. Sogar der ausgewiesene Fahrspezialist SF zollte dem Unterfangen Respekt. Schlussendlich schafften wir es, den Kombi über den Garagenlift in die Liftgarage zu quetschen.

IMG_1028Und seit gestern geht’s nun auch mit dem Auto zur Arbeit, wo mir ein viel komfortablerer Parkplatz zur Verfügung steht. Einige sprechen sogar von VIP. 😉

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  1. Pingback: Unterschiede VII: Parken | Olis Gedanken

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