Unterschiede V: Übernamen

Die Serben mögen es kurz, wenn es um verbale Themen geht. Jedes nicht benötigte Wort wird aus den gesprochenen Sätzen gestrichen und Abkürzungen eingesetzt, wo möglich. Dies betrifft auch Namen: Ist er zu lang, gibt es dafür einen Übernamen, der ausschliesslich verwendet wird.

Nun ist es aber so, dass diese Übernamen für einen Aussenstehenden (sprich Ausländer nicht-slawischer Sprachherkunft) nicht immer gängig oder logisch sind. Wenn in unseren Breitengraden Oliver zu Oli wird, ist die Logik augenfällig. Hier aber wird ein Aleksandar zu Sasha (wie auch im Russischen). Und dies betrifft nicht ein spezifischer Aleksandar (Person), sondern ist ein allgemeiner Übername für diesen Namen.

Durchaus verwirrend, wenn alle Beteiligten von «Sasha» sprechen und man in diesem Zusammenhang nur einen «Aleksandar» zu kennen glaubt…

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1 Response to Unterschiede V: Übernamen

  1. Erich says:

    Bei mir ist aus «Erich» meist «Honi» geworden – für Insider logisch, für Outsider weniger 🙂

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