Ende eines Abenteuers

Nach 20 Monaten geht das Abenteuer Belgrad vorerst zu Ende. Nicht, dass der Geschäftsaufbau gescheitert wäre – im Gegenteil: Wir sind nun knapp 30 Mitarbeiter und müssen uns bereits nach zusätzlichen Büroräumlichkeiten umsehen. Und auch die Projekte laufen bestens. Jedoch ist es für mich Zeit, weiterzuziehen. Wir haben einen super Nachfolger gefunden, mit dem ich bereits seit einem Jahr den Aufbau gemeinsam vollzog. Er wird «unser Kind» bestens gross ziehen und die Erfolgsgeschichte weiter schreiben.

Trotz diesem Bewusstsein, dass es in den vorgespurten Bahnen weiter geht, fällt mir der Abschied überhaupt nicht leicht. Dies aus mehreren Gründen: das super Team, die nie schlafende Stadt und der extrem spannende Job.

Noch bevor ich meine Zelte abbrechen musste, durfte ich die Stadt (und das Büro) auch noch meinen Eltern zeigen. Wir fanden endlich ein passendes, langes Wochenende und genossen Belgrad bei bestem Sightseeing-Wetter.

Die letzte Woche in Belgrad war dann voller Überraschungen: Zuerst gab es ein geplantes Abschiedsnachtessen mit anschliessender Party auf einem der zahlreichen Boote. Jedoch überraschte mich bereits beim Nachtessen ein Mitarbeiter aus einer anderen Landesgesellschaft, der extra angereist war. Zusätzlich erhielt ich ein Trikot der serbischen Nationalmannschaft mit meinem Namen zur Erinnerung bei zukünftigen, sportlichen Aktivitäten.

Nach einer ziemlich kurzen Nacht folgte dann am Samstag ein Überraschungs-Barbeque mit dem ganzen Team. Silja war die eingeweihte Kontaktperson, so dass wir mit dem folgenden Transparent bei der Grillstelle empfangen wurden. Zum Team gesellten sich noch eine weitere Mitarbeiterin aus der Schweiz sowie unser lokaler Buchhalter. Bei (wie in Serbien üblich) viel zu viel Fleisch liessen wir nochmals die verschiedenen Stationen unseres Aufbaus Revue passieren.Gruppenbild_Barbeque

Am Montag darauf erwartete mich nochmals das ganze Team am Mittag in unserer Küche mit einem Abschiedskuchen. Im Verlauf der letzten Woche folgten dann noch weitere, meist kulinarische Geschenke – von Fleisch über Kajmak bis hin zu feinstem Rakija.

Von meiner Seite überreichte ich allen Mitarbeitern ein typisch schweizerisches Geschenk, das ein bisschen länger anhält als Schokolade: ein Zühlke-Sackmesser. Silja buk während der letzten Woche nochmals einige Kuchen, so dass der kulinarische Abschied gebührend begangen werden konnte. Und ich versprach, beim nächsten Besuch wieder Schokolade zu bringen.

Denn ich werde auch in meiner neuen Stelle mit Belgrad verbunden bleiben und die Gelegenheit erhalten, das Team ab und an zu besuchen. Bevor ich jedoch Ende September zurück kehre, geniesse ich längere Ferien und entschwinde mit Silja auf unsere erste Weltreise. Die erste Etappe bestand darin, mit Sack und Pack sowie meinem Auto von Belgrad über Salzburg zurück in die Schweiz zu fahren. Bis auf einige Wartezeit am Zoll verlief diese erste Etappe zu Land völlig reibungslos und wir freuen uns auf die weiteren Stationen – sporadisch zu verfolgen in unserem Reiseblog.

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