Los Angeles

Endlich wieder Festland unter den FĂŒssen! 🙂 Da aber FĂŒsse in den USA nicht viel zĂ€hlen, fassen wir auch hier sofort unsere vier RĂ€der in Form eines fĂŒr europĂ€ische VerhĂ€ltnisse grossen Jeeps. Wir entscheiden uns bewusst gegen noch grössere Modelle mit mehr Verbrauch und unnötig viel Platz.

Schnell zum Hotel, einchecken und sofort los Richtung Santa Monica! Neben der Einkaufs- und Restaurantstrasse schlendern wir aufs Pier und geniessen die ausgelassene Abendstimmung mit all den Schaustellern, Freaks und Alleinunterhaltern. Beim Abendessen in der Einkaufsstrasse werden wir von einem sehr innovativen Strassenmusikanten unterhalten, der moderne Popsongs mit seiner Elektro-Geige interpretiert. Uns gefÀllt dies so gut, dass wir direkt eine CD kaufen.

FĂŒr den folgenden Tag ist ein Ausflug geplant mit – ihr ahnt es sicher bereits – Action! Wir besuchen den eine Autostunde entfernten VergnĂŒgungspark Six Flags Magic Mountain mit seinen Achterbahnen. Da ich ja alles andere als einen Bahnenkönig bin, will ich mich in einem der weltweit bekanntesten Parks auf die ultimative Probe stellen. Die Anfahrt inklusive Parking ist problemlos, jedoch ist das Eintrittsystem nicht ganz einleuchtend. Wir wollen sogenannte «Flash Pass» kaufen, um nicht anstehen zu mĂŒssen. Daher haben wir keine (vergĂŒnstigten) Online-Tickets im Voraus gekauft. Wie sich herausstellt, sind diese jedoch nur zusĂ€tzlich und es wird ein normaler Eintritt fĂŒr den Park benötigt. Dies erfahren wir erst nach der flughafenmĂ€ssigen Sicherheitskontrolle.

Mit Eintrittsticket bewaffnet können wir den Park betreten und uns den «Flash Pass» in Form eines VIP-Tamagotchis erstehen. Diese Investition wird sich – vor allem fĂŒr mich – jedoch aus zweierlei Hinsicht nicht wirklich lohnen: Erstens hat es an diesem Freitag praktisch keine Leute im Park und zweitens halte ich nicht den ganzen Tag durch. FĂŒr zukĂŒnftige Besucher: Immer zuerst mit dem Eintrittsticket die ersten Bahnen machen und je nach Wartezeit einen zusĂ€tzlichen «Flash Pass» holen.

Wir machen die (auf dem Papier) verrĂŒckteste Bahn zuerst: X2. Kurz nach dem Start ist klar, weshalb sĂ€mtliche Taschen geleert werden mĂŒssen: Man wird ĂŒber alle Achsen gedreht und beschleunigt, so dass man stĂ€ndig in den Gurten hĂ€ngt. Ich ĂŒberlebe und auch Silja geniesst die Bahn nicht richtig. GlĂŒcklicherweise ist sie sehr kurz (die Bahn, nicht Silja 😉 ). Auf den nachfolgenden 2-3 Bahnen begleite ich Silja noch. WĂ€hrend ich aber jeweils nach einer Runde aussteige, bleibt Silja nochmals sitzen – dank unserem VIP-Pass kein Problem.

Ich fĂŒhle mich mit jeder Bahn unwohler und entschliesse mich, vorerst auszusetzen. Silja kĂŒmmert sich unterdessen darum, unsere Tickets so gut als möglich rauszuschlagen und alle Bahnen abzuklappern. Ganz zu Ende ist der Tag fĂŒr mich aber noch nicht: Am Nachmittag gibt es noch zwei Wildwasser-Bahnen, die wir gemeinsam fahren. Vor allem die erste hat es in sich: Das ganze Boot wird komplett von Wellen ĂŒberspĂŒlt, so dass wir tropfnass aussteigen – bei den kalifornischen Sommertemperaturen wenigstens kein Problem. Mit zwei Fahrten auf der Revolution – der besten Bahn – beschliesst Silja ihren Bahntag. Sie hat den Tag sehr genossen und ich wenigstens die definitive Erkenntnis gewonnen, dass solche Bahnen nichts fĂŒr mich sind. Das Kunstflugtraining in der Piloten-Rekrutenschule ist anscheinend bereits verjĂ€hrt…

Auf dem RĂŒckweg fahren wir ĂŒber Hollywood, um das Standard-Foto vor dem Schriftzug zu machen. Wir geniessen einen wunderbaren Sonnenuntergang und fahren durch die beeindruckenden Villen von West Hollywood zum Hotel zurĂŒck. WĂ€hrend in ZĂŒrich die StadtfĂŒchse dominieren, hegen die Bewohner Hollywoods anscheinend Stadtkojoten. Ein solches Exemplar lĂ€uft uns nĂ€mlich wĂ€hrend dem Sightseeing ĂŒber die Strasse.

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Am letzten Tag in Los Angeles besuchen wir weitere PlĂ€tze in der Stadt, die man gesehen haben muss: Venice Beach mit Muscle Beach. Hier gönnen wir uns ein Bad im erfrischenden Pazifik und ich erlebe die grössten Wellen, die ich je «geschwommen» bin. Teilweise fĂŒhle ich mich desorientierter als auf den Bahnen am Vortag. Die Rettungsschwimmer sind dementsprechend achtsam und haben alle HĂ€nde voll zu tun.

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Am Nachmittag fĂŒhlen wir uns wie VIPs, als wir auf dem Rodeo Drive durch Beverly Hills fahren. Eine Villa ist grösser und schöner als die andere und in der Einkaufsstrasse buhlen sĂ€mtliche Designer um die Dollars der Kunden. Und Silja könnte sich sogar vorstellen, hierher zu ziehen, wenn es der Job verlangen wĂŒrde. 🙂

Was wĂ€re LA ohne Hollywood und Hollywood ohne den «Walk of Fame»? Klar, dass wir diesen auch besuchen und die Sterne bestaunen. Silja gelingt vor dem Dolby Theater sogar ein Schnappschuss mit Johnny Depp! 😉 Leider wird der Hollywood-Schriftzug in der Nacht nicht beleuchtet, so dass wir beim Aussichtspunkt vom Einkaufszenter nur den dunklen HĂŒgel sehen. Mit einem Nachtessen im Hard Rock Cafe (langsam sollten wir Member werden…) beschliessen wir den Aufenthalt in der pulsierenden Metropole.

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3 Responses to Los Angeles

  1. Pingback: Sequoia Nationalpark | Olis Gedanken

  2. Erich says:

    X2 pouah – ha scho fasch g›ch…ozt bim luege vom youtube-filmli. Nei das wĂ€ri gar nĂŒt fĂŒr mich! Da bini mit dir völlig einig! HĂ€sch du dir – ehrlich gseit – nöd namal de Zmorge dur de Chopf gah la…?

  3. Oliver Brack says:

    Ich war so vernĂŒnftig und habe vorher aufgehört. 😉

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