Mount Hood

Leider blieb es uns verwehrt, im Yellowstone einen Bären – speziell einen Grizzly – zu sehen. Umso freudiger nehme ich ein grosses Plakat neben der Autobahn auf dem Weg zurück nach Westen wahr, welches einen Drive-thru-Zoo bewirbt – mit Bärengarantie! Nach sehr kurzer Besprechung mit Silja steht der Entscheid und wir verlassen die Autobahn umgehend. Konstant mit maximal 5 MPH fahrend geht die Entdeckungstour los. Zuerst treffen wir auf Rehe und Hirsche – darunter ein sehr seltenes Albino-Exemplar. Nach einem weiteren Checkpoint wird es interessant und wir befahren Bärengebiet. Zuerst Grizzly- dann Schwarzbären und auch zwei Wölfe sollen herumstreifen.

Die Grizzlys können sich (noch) erfolgreich vor unseren Blicken verstecken, obwohl wir super-aufmerksam die Büsche absuchen. Anschliessend bei den Schwarzbären müssen wir uns überhaupt nicht anstrengen, da diese sogar auf der Fahrbahn herumlungern und sich nicht beeindrucken lassen. Am Eingang wurde uns gesagt, dass wir nicht anhalten sollen, da die Bären es lieben, zu klettern… Ich stelle mir die anschliessende Diskussion bei der Mietwagen-Rückgabe ziemlich interessant vor. 😉

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Beim Ausgang sehen wir noch Elche. Aber weder Grizzlys noch Wölfe tauchen auf – so können wir unmöglich weiterfahren! Gerade läuft eine Fütterungstour und so reihen wir uns direkt dahinter nochmals ein. Schliesslich dürfen wir den ganzen Tag rumkurven mit unserem Ticket. Tatsächlich ist nun das Grizzly-Weibchen am Strassenrand und wirkt (nicht «winkt») ganz freundlich wie ein grosser Teddy. Ich habe mir die Grizzlys bedrohlicher vorgestellt. Befriedigt fahren wir weiter zum Mount Hood.

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Dort haben wir uns für eine Nacht in der berühmten Timberline Lodge eingemietet. Berühmt deshalb, weil die Nobellodge schon in Filmen (Shining) «aufgetreten» ist, eine bekannte (und ersehnte) Station auf dem Pacific Crest Trail darstellt und für ihre Buffets berühmt ist. Mir gefällt die Lodge inmitten der imposanten Natur sehr gut. Ich geniesse ein praktisch senkrechtes Abendjogging, das für den nötigen Hunger sorgt. Wir bestellen zu zweit ein 35 oz (992 g) Ribeye. Fairerweise muss gesagt werden, dass noch ein Knochen und einiges an Fettschicht dazugehört. Trotzdem ein ganz anständiges Nachtessen.

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Das Frühstücksbuffet ist einsame Spitze: Nicht übermässig gross aber mit sehr ausgewählten und exklusiven Speisen – alle frisch hausgemacht und zusammen mit der Bergluft besonders schmackhaft. Ein (kleiner) Umweg, der sich eindeutig gelohnt hat. Ich hätte auch noch eine zweite Nacht bleiben können, um den Berg ausgiebiger zu geniessen – und, ich gebe es zu, wegen dem Essen.

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1 Response to Mount Hood

  1. Erich says:

    Ja de PCT wäri scho na öppis – aber da defür bini wohl würkli z›alt 😉 und z›vernünftig! nach allem woni gläse ha bi de Cheryl Strayed!

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