Pfäffikersee-Lauf

Einmal mehr der Pfäffikersee-Lauf zum Saisonabschluss. Ein würdiges Finale einer super Saison in gewohnter Laufumgebung. Auch wenn mein Trainingsrevier sich leicht verschoben hat, so kenne ich die Wege um den Pfäffikersee bestens und bin mit den Tücken der Strecke vertraut.

Das Laufwetter präsentiert sich nach heftigem Regen am Vorabend nahezu perfekt. Bedeckter Himmel bei angenehmen Temperaturen. Schon vor dem Lauf treffe ich Cesco und so vergeht die Zeit bis zum Start wie im Flug. Ich reihe mich ziemlich vorne ein im Wissen, dass die ersten zwei Kilometer eher eng für die Läuferschar sind.

Dank meiner guten Startposition komme ich relativ gut weg und kann sofort eine Sub-4-Pace laufen. Mein Schlachtplan ist, nach einem üblicherweise zu schnellen Start eine 4er-Pace zu laufen und in der zweiten Hälfte aufdrehen, was noch möglich ist. Doch die Pace bleibt konstant unter vier Minuten und ich fühle mich bestens.

Bereits in Pfäffikon ist das Feld ziemlich auseinander gezogen und das Laufen auf den eher schmalen Kieswegen trotz Spaziergänger und Wasserpfützen gut möglich. Zwischen Pfäffikon und der Steigung nach Ruetschberg ziehe ich meine obligate Konsolidierungs-Phase ein und versuche, möglichst konstant zu laufen. Auch dies gelingt mir gut mit einem schnellen Tempo. Und als die Steigung vergleichsweise sehr leichtfüssig dahinschmilzt, kommt immer mehr Freude auf.

Jetzt nur noch die Zusatzschleife und dann wieder hinunter zum See. Bergab schaffe ich es nicht wie sonst üblich, reichlich Tempo zu machen, sondern muss sogar einen Konkurrenten überholen lassen. Auch am See entlang Richtung Wetzikon beisse ich nochmals ziemlich, um dran zu bleiben. Ein Blick auf die Uhr und eine überschlagsmässige Rechnung zeigt aber, dass ich auf PR-Kurs bin. Also nochmals alle Kräfte mobilisieren – schliesslich sind es nur noch zwei Kilometer.

Kurz vor dem Ende der Naturschutzzone dann eine unschöne Szene: Rettungskräfte, Polizei und ein Rega-Helikopter mitten auf dem Weg. Die Polizei lotst uns dicht am Helikopter über das Moor, das spätere Feld wird grossräumiger umgeleitet. Ich sehe gerade noch, wie der Sportler in den Heli geladen wird und wünsche stumm alles Gute im Vorbeigehen. Die Szene beschäftigt mich ziemlich, aber schliesslich ist die Person in besten Händen, so dass ich mich auf den Schlussspurt fokussieren sollte.

Zusammen mit drei weiteren Läufern biege ich auf die Motorenstrasse ein: Die bestens bekannte und viel zu lange Zielgerade. Mein Puls ist hoch, die Flasche ziemlich leer. Trotzdem gelingt es mir, auf die zweite Position unserer Vierergruppe zu laufen. Und dank den zahlreichen jubelnden Zuschauer links und rechts kann ich sogar noch einen ungeahnten Turbo zünden: Mit einem herzhaften und langen Sprint distanziere ich die Gruppe und laufe in persönlicher Bestzeit von 46.47,6 Minuten ins Ziel. Dies bringt mir den 14. Kategorienrang bei 219 klassierten Teilnehmern ein.

Im Ziel bleibt Zeit, mit Cesco, Ralph und Bea die Saison Revue passieren zu lassen und Zukunftspläne zu schmieden. Trotz super Form schliesse ich die Saison ab. Reizen würde mich ein (flacher) Marathon trotzdem noch, um zu schauen, was in dieser Verfassung drin liegt.

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