{"id":1243,"date":"2015-09-04T18:59:03","date_gmt":"2015-09-04T17:59:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.oli.li\/blog\/?p=1243"},"modified":"2015-09-04T18:59:03","modified_gmt":"2015-09-04T17:59:03","slug":"sequoia-nationalpark","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.oli.li\/blog\/2015\/09\/04\/sequoia-nationalpark\/","title":{"rendered":"Sequoia Nationalpark"},"content":{"rendered":"<p>Da wir nicht die schnellste Route von <a href=\"http:\/\/www.oli.li\/blog\/2015\/09\/04\/los-angeles\/\">Los Angeles<\/a> w\u00e4hlen, sondern dem Meer entlang auf den Highways 101 und 1 \u00fcber Santa Barbara fahren, kommen wir erst\u00a0am sp\u00e4ten Nachmittag in Visalia an. Darum\u00a0fahren wir direkt weiter ostw\u00e4rts zum <a href=\"http:\/\/www.nps.gov\/seki\/index.htm\" target=\"_blank\">Sequoia Nationalpark<\/a>. Da wir unser Besuchsprogramm noch nicht fixiert haben, m\u00f6chten wir die Informationen im Besucherzentrum nutzen, um den folgenden Tag zu planen. Ich pers\u00f6nlich habe ja noch immer einen offenen Punkt auf meiner Bucket-List und so hege ich beim Parkbesuch &#8211; nat\u00fcrlich neben den typischen Sequoia-Tannen &#8211; den Wunsch, einen B\u00e4ren zu sehen.<\/p>\n<p>Leider ist das Besucherzentrum direkt beim Parkeingang bei unserer Ankunft bereits geschlossen. Nach kurzer Diskussion kann ich Silja \u00fcberzeugen, dass wir die 45 Minuten zum anderen Parkende unter die R\u00e4der nehmen und das noch offene Zentrum anfahren. Mit ein paar Fotohalten unterwegs n\u00e4hern wir uns Lodgepole Visitor Center.<\/p>\n<p>Einen Halt machen wir noch beim Parkplatz zum gr\u00f6ssten lebenden Baum, dem General Sherman Tree. Wir merken aber bald, dass der Fussweg dorthin zeitlich nicht mehr drin liegt, bevor das Besucherzentrum schliesst. Wir sind bereits auf der Weiterfahrt, als Silja pl\u00f6tzlich einen B\u00e4r direkt neben dem Parkplatz sieht. Schon jetzt hat sich f\u00fcr mich der Entscheid, noch in den Park zu fahren, gelohnt! Der B\u00e4r ist \u00fcberhaupt nicht menschenscheu und verk\u00f6stigt sich in aller Ruhe mit Tannzapfen. Ich kann fast nicht genug kriegen und lasse mich nur ungern zur Weiterfahrt bewegen &#8211; eine wirklich eindr\u00fcckliche Begegnung! Auf der Heimfahrt sehen wir im Scheinwerferlicht sogar noch einen weiteren B\u00e4ren die Strasse \u00fcberqueren.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/DSC04087.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-1273\" src=\"http:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/DSC04087-1024x768.jpg\" alt=\"DSC04087\" width=\"640\" height=\"480\" srcset=\"https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/DSC04087.jpg 1024w, https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/DSC04087-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/DSC04087-900x675.jpg 900w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p>F\u00fcr den n\u00e4chsten Tag planen wir nicht eine grosse Wanderung, sondern beschliessen, mehrere der kleineren Besichtigungsrouten zusammenzuh\u00e4ngen. Da ein Gratis-Shuttle im Park verkehrt, ist auch die resultierende Ein-Weg-Strecke kein Problem. Wir fahren relativ fr\u00fch los zum Parkplatz des General Sherman Trees. Noch sind nicht viele Besucher unterwegs, so dass wir einen Abstecher zum &#8220;Tunnel Log&#8221; machen, bevor wir zum Parkplatz fahren.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/DSC04103.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-1276\" src=\"http:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/DSC04103-1024x768.jpg\" alt=\"DSC04103\" width=\"640\" height=\"480\" srcset=\"https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/DSC04103.jpg 1024w, https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/DSC04103-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/DSC04103-900x675.jpg 900w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Wieder ist der gleiche B\u00e4r vom Vorabend daran, die Besucher (inklusive uns) mit Tannzapfen-Yoga zu unterhalten. Dann jedoch kommt ein Ranger und beginnt, ihn zu verjagen. Mit lauten Ger\u00e4uschen und Wurfgegenst\u00e4nden versucht er ihn &#8211; mehr schlecht als recht &#8211; in die B\u00fcsche zu treiben.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/DSC04116.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-1278\" src=\"http:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/DSC04116-1024x768.jpg\" alt=\"DSC04116\" width=\"640\" height=\"480\" srcset=\"https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/DSC04116.jpg 1024w, https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/DSC04116-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/DSC04116-900x675.jpg 900w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Wir machen uns auf den Weg, lassen die Fauna vorerst ruhen und wenden uns der Flora mit ihren eindr\u00fccklichen B\u00e4umen zu. Der Gr\u00f6sste unter den Grossen, der General Sherman Tree ist wirklich eindr\u00fccklich. Und auch mit seinen 2&#8217;200 Jahren erfreut er sich nach wie vor bester Gesundheit. Aber auch die anderen Sequoia-Tannen &#8211; teilweise unter ihrer Last zusammengebrochen und am Boden liegend &#8211; verm\u00f6gen zu beeindrucken.\u00a0Die Beschreibungen von Leuten, die Zeugen eines solchen Umfallens wurden, lassen erahnen, wie sich ein solches Schauspiel anh\u00f6rt und anf\u00fchlt.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/DSC04098.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-1280\" src=\"http:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/DSC04098-1024x768.jpg\" alt=\"DSC04098\" width=\"640\" height=\"480\" srcset=\"https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/DSC04098.jpg 1024w, https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/DSC04098-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/DSC04098-900x675.jpg 900w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Wir wollen anschliessend den Sequoia-Trial laufen. Noch immer sind sehr wenige Leute unterwegs und wir scheinen auf diesem Weg sogar die ersten zu sein. Dies scheint sich schon sehr bald zu best\u00e4tigen&#8230; Wir laufen noch immer auf einem asphaltierten Wegabschnitt, als ich kurz vor Silja um eine Ecke biege. Im Augenwinkel ersp\u00e4he ich etwas und realisiere, dass ein B\u00e4r direkt neben dem Weg seinen Sch\u00f6nheitsschlaf h\u00e4lt. Nachdem ich mein halbes Leben lang eine B\u00e4renbegegnung in freier Wildbahn gesucht habe, scheint sich innerhalb zweier Tage dieser Wunsch fast inflationsartig zu erf\u00fcllen.<\/p>\n<p>Ich halte an, weiche ein wenig zur\u00fcck und schildere Silja, was ich soeben gesehen habe. Sie glaubt an einen Scherz und l\u00e4uft munter um die Ecke. Erst nach meiner genauen Richtungsangabe sieht sie den Mutz und meint, dass der ziemlich nahe und vor allem gross sei. Was nun? K\u00f6nnen wir vorbei gehen? Er liegt zwischen zwei Wegen, von beiden nicht mehr als drei Meter entfernt. Den Weg verlassen und ihn via Wald umgehen? Oder treffen wir dann auf seine Freunde? Zuerst muss diese Begegnung sowieso einmal fotografisch festgehalten werden, bevor wir die weiteren Schritte besprechen.<\/p>\n<p>Noch immer leicht in Trance und mein Gl\u00fcck noch nicht realisiert, n\u00e4here ich mich vorsichtig in der Paparazzo-Rolle. Einen Schritt, klick; ein weiterer Schritt, klick, ein weiterer Schritt&#8230; Pl\u00f6tzlich scheine ich des B\u00e4rs Intimzone betreten zu haben. Er richtet sich kurz auf und schl\u00e4gt mit den Vorderpfoten auf den Boden. Ich weiche instinktiv zur\u00fcck (andere Quellen sprechen von einem Kurzsprint), worauf er wieder in seine Schlafposition zur\u00fcckkehrt. Nochmals gut gegangen!<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/DSC04132.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-1283\" src=\"http:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/DSC04132-1024x768.jpg\" alt=\"DSC04132\" width=\"640\" height=\"480\" srcset=\"https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/DSC04132.jpg 1024w, https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/DSC04132-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/DSC04132-900x675.jpg 900w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Als weitere Wanderer kommen, warnen wir sie und beraten mit ihnen, was zu machen sei. Als ein weiteres Paar ohne zu z\u00f6gern auf dem unteren Weg durchl\u00e4uft (und nicht gefressen wird), folgen wir ebenfalls auf gleichem Pfad. Mit leicht mulmigem Gef\u00fchl passieren wir den B\u00e4r in wenigen Metern Abstand. Als die weitere Gruppe passieren will, wird es ihm jedoch zu bunt und er steht auf. Gem\u00fctlich besetzt er den Weg und wir sehen erstmals seine eindr\u00fcckliche Gr\u00f6sse. Wir beobachten noch ein wenig, bis er in den B\u00fcschen verschwunden ist und k\u00f6nnen es immer noch nicht recht fassen &#8211; extrem eindr\u00fccklich und wahrscheinlich einmalig.<\/p>\n<p>Der Rest der Wanderung verl\u00e4uft &#8211; verh\u00e4ltnism\u00e4ssig &#8211; nicht mehr ganz so aufregend. Trotzdem sehen wir noch allerlei Tiere (Hirsche, H\u00f6rnchen in allen Farben und Formen und Murmeltiere) und noch viel mehr B\u00e4ume. Zudem erklimmen wir zum Abschluss unserer Tour noch den &#8220;<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Moro_Rock\" target=\"_blank\">Moro Rock<\/a>&#8220;, der auf 2&#8217;050 Meter \u00fcber Meer liegt. Die Weitsicht dort oben ist jedoch aufgrund der w\u00fctenden Waldbr\u00e4nde in der N\u00e4he stark eingeschr\u00e4nkt.<\/p>\n<p>Noch immer erfreue ich mich der B\u00e4renbegegnungen und sehe den Besuch des Parks und vor allem die Wanderung als ein weiteres Reise-Highlight und Top-Kandidaten auf das Amt des einpr\u00e4gsamsten Erlebnisses unserer Weltreise.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Da wir nicht die schnellste Route von Los Angeles w\u00e4hlen, sondern dem Meer entlang auf den Highways 101 und 1 \u00fcber Santa Barbara fahren, kommen wir erst\u00a0am sp\u00e4ten Nachmittag in Visalia an. 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