{"id":1529,"date":"2016-05-21T20:00:26","date_gmt":"2016-05-21T19:00:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.oli.li\/blog\/?p=1529"},"modified":"2016-05-22T13:52:24","modified_gmt":"2016-05-22T12:52:24","slug":"sola-stafette-8","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.oli.li\/blog\/2016\/05\/21\/sola-stafette-8\/","title":{"rendered":"SOLA-Stafette"},"content":{"rendered":"<p>Nach einem Jahr Unterbruch stehe ich mit unserem Firmenteam wiederum am Start und habe mir die anspruchsvolle Strecke 5 gesichert. In 13.88 km von der Felsenegg zur Buchlern mit 305 Steigungs-H\u00f6henmetern. Laut unserem internen Zeitplan muss ich etwa um 10:15 Uhr mit meinem Start rechnen. Dies bedeutet f\u00fcr mich, um 7:30 Uhr von Wetzikon mit der S-Bahn nach Adliswil zu fahren. Von dort geht es mit den Shuttle-Bussen zur Buchenegg und weiter 1.5 km zu Fuss zur Felsenegg.<\/p>\n<p>Die Organisation ist wie immer top: Toiletten, Getr\u00e4nkestand, Kleidertransport und \u00dcbergabezone. Zudem spielt das Wetter perfekt mit &#8211; sogar eher zu warm. Noch habe ich eine Stunde Zeit bis zum Startfenster und so geniesse ich Wetter und Stimmung w\u00e4hrend meinen Vorbereitungsarbeiten. Gep\u00e4ck f\u00fcr meinen Vorl\u00e4ufer deponieren und eigenes dem Transport \u00fcbergeben. Kurz nach 10 Uhr betrete ich meinen Block\u00a0und warte mit den knapp 1000 Mitstreitern auf \u00a0die \u00dcbergabe. Zahlreiche \u00dcbergaben klappen nicht und man leidet richtig mit, wenn eine ausgepowerte L\u00e4uferin bis zu 15 Minuten verzweifelt auf ihren Partner warten muss.<\/p>\n<p>Laufend werden die ankommenden Nummern ausgerufen, so dass man sehr konzentriert hinh\u00f6ren muss. Prompt ist es so, dass dann \u00fcberraschend Lukas vor mir steht. Entweder wurde unsere Nummer nicht ausgerufen oder es ist mir entgangen. Kein Problem: Ich bin bereit und im Nu mit dem Stafettenband unterwegs.<\/p>\n<p>Eine kurze horizontale Strecke zur Hinter Buchenegg, bevor der Weg steil abf\u00e4llt. Ich starte selbstverst\u00e4ndlich viel zu schnell und \u00fcberhole st\u00e4ndig. Bergab mache ich Tempo und nehme in Kauf, bereits in der fr\u00fchen Phase meine Oberschenkel zu maltr\u00e4tieren. Im Tal angekommen, versuche ich, eine gute Pace und somit einen Rhythmus zu finden. Dies gelingt mir ziemlich gut bis schon die n\u00e4chste, sehr aggressive Steigung ansteht. Ich laufe fast bis oben, wechsle dann aber f\u00fcr den steilsten Schlussaufstieg kurz ins Gehen.<\/p>\n<p>Oben dauert es einige Schritte, bis ich wieder Tempo aufholen kann. Der Puls ist mittlerweile an der oberen Schwelle angekommen. Doch auch hier bin ich st\u00e4ndig auf \u00dcberholkurs. In der Vorbereitung zum <a href=\"http:\/\/www.oli.li\/blog\/2016\/04\/24\/zurich-marathon-6\/\">Z\u00fcrich Marathon<\/a> habe ich die Strecke in einen Long Jog eingebaut und kenne daher deren Charakteristik. Somit cruise ich die folgenden knapp drei Kilometer dahin, bevor es in einem steilen Abstieg wieder ins Tal geht. Auch beim Abstieg mache ich wieder ordentlich Tempo und g\u00f6nne mir im Tal bei der Verpflegung ein Wasser.<\/p>\n<p>Durch die vorhergehende Bergab-Passage konnten Puls und Atmung etwas erholen, so dass ich nun die Pace auch horizontal unter 4 Minuten pro Kilometer halten kann. Leider\u00a0nur knapp zwei Kilometer, denn jetzt folgt die ultimative Bew\u00e4hrungsprobe mit der Hauptsteigung: 150 H\u00f6henmeter am St\u00fcck. Schon am Fuss der Steigung sehe ich ein Heer von gehenden Teilnehmer. Ich setze mir kleine Zwischenziele, zu denen ich jeweils laufen will. Mit zwischenzeitlichen Gehsequenzen versuche ich, Kr\u00e4fte einzuteilen. &#8220;Ich bin definitiv kein Bergl\u00e4ufer&#8221; ist ein h\u00e4ufiger Gedanke w\u00e4hrend dieser Phase.<\/p>\n<p>Mit Ach und Krach k\u00e4mpfe ich mich auf den Berg und bin dann definitiv froh, oben angekommen zu sein. Insgesamt habe ich mich ganz gut geschlagen und kann es jetzt hinab zur Buchlern rollen lassen. Keine Gnade den Oberschenkeln! Eine kurze Hochrechnung zeigt mir, dass ich gut in meiner gesch\u00e4tzten Zeit liege und mobilisiere die letzten Kr\u00e4fte. Kurz vor dem Ziel passiere ich noch einen L\u00e4ufer, der sich offensichtlich zu sehr \u00fcbernommen hat und von der Sanit\u00e4t betreut wird.<\/p>\n<p>&#8220;100 m<a href=\"http:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/sola16_e05_dn_0180.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1532 alignleft\" src=\"http:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/sola16_e05_dn_0180-200x300.jpg\" alt=\"sola16_e05_dn_0180\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/sola16_e05_dn_0180-200x300.jpg 200w, https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/sola16_e05_dn_0180-768x1153.jpg 768w, https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/sola16_e05_dn_0180-682x1024.jpg 682w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a> bis zur Zeitmessung&#8221; k\u00fcndet ein Schild an und fordert mich zum Schlussspurt heraus. Mit Hochgeschwindigkeit geht es hinein in die Wechselzone, wo Marcel bereit steht und uns ein optimaler Wechsel gelingt. Geschafft! Kurz setze ich mich auf den Kunstrasen und geniesse wiederum Wetter und Atmosph\u00e4re. In\u00a056:46,2 Minuten erreiche ich den 47. Rang auf meiner Strecke und bin damit zufrieden. Gesamthaft\u00a0erlaufen wir den 54. Rang von knapp 1000 Teams. Eine gute Leistung trotz einigem Steigerungspotenzial innerhalb der Firma.<\/p>\n<p>Bereits im Bus sitzend, erreicht mich eine Nachricht von Papi, dass er spontan zur Buchlern gekommen sei\u00a0und mich offensichtlich verpasst habe. Da ich nicht mit ihm gerechnet hatte, war ich so fokussiert auf die \u00dcbergabe, dass ich ihn \u00fcberhaupt nicht gesehen habe. Wir treffen uns dann doch noch auf eine gemeinsame Cola, bevor der SOLA-Tag am\u00a0Abend mit dem Ap\u00e9ro beim Zieleinlauf und dem gemeinsamen Nachtessen ein gem\u00fctliches Ende findet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach einem Jahr Unterbruch stehe ich mit unserem Firmenteam wiederum am Start und habe mir die anspruchsvolle Strecke 5 gesichert. In 13.88 km von der Felsenegg zur Buchlern mit 305 Steigungs-H\u00f6henmetern. Laut unserem internen Zeitplan muss ich etwa um 10:15 &hellip; <a href=\"https:\/\/www.oli.li\/blog\/2016\/05\/21\/sola-stafette-8\/\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[8],"tags":[],"class_list":["post-1529","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-sport"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1529","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1529"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1529\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1534,"href":"https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1529\/revisions\/1534"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1529"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1529"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1529"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}