{"id":1759,"date":"2022-08-26T19:07:00","date_gmt":"2022-08-26T18:07:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.oli.li\/blog\/?p=1759"},"modified":"2022-09-11T22:37:21","modified_gmt":"2022-09-11T21:37:21","slug":"alpstein-ii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.oli.li\/blog\/2022\/08\/26\/alpstein-ii\/","title":{"rendered":"Alpstein II"},"content":{"rendered":"\n<p>Alle Jahre wieder rufen die Berge respektive wir rufen sie. Die Vorbereitung verlief asynchron, indem wir ein paar Daten reservierten und dann diverse Tourenvorschl\u00e4ge hin und her schickten. Auch Zweit\u00e4ger waren in Diskussion. Je n\u00e4her die Daten r\u00fcckten, desto konkreter wurde es und schlussendlich w\u00e4hlten wir einen Eint\u00e4ger in der Zentralschweiz &#8211; respektive hatten zwei in der engen Auswahl. Die Wettersituation mit Gewittern f\u00fchrte dann jedoch dazu, dass wir kurzfristig s\u00e4mtliche Pl\u00e4ne \u00e4nderten und uns einmal mehr f\u00fcr den <a href=\"https:\/\/www.oli.li\/blog\/2020\/07\/30\/ambitionierte-alpstein-runde\/\" data-type=\"post\" data-id=\"1678\">Alpstein<\/a> entschieden.<\/p>\n\n\n\n<p>Fr\u00fchmorgens geht es per Auto nach <a href=\"https:\/\/www.appenzell.ch\/de\/footer\/aktuelles\/neuigkeiten\/detail\/beschraenkte-parkplaetze-wasserauen.html\">Wasserauen<\/a>. Dieses Jahr wollen wir nun auch den &#8220;Mittelgrat&#8221; des Alpsteins bezwingen mit der Marwees (2055 m.\u00fc.M.) als erstes Zwischenziel. Bei bestem Wanderwetter geht es hinauf. Wir w\u00e4hlen nicht den direkten Weg via Bogartenl\u00fccke, sondern bezwingen zuerst den Zahme Gocht.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/P1011350.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/P1011350-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1760\" srcset=\"https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/P1011350-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/P1011350-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/P1011350-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/P1011350-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/P1011350-2048x1365.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption>Blick hinauf zum Zahme Gocht<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>\u00dcber die Alp Siegel geht es zur Bogartenl\u00fccke. Unterwegs begr\u00fcsst uns bei der Oberen Mans noch ein Hermelin, will dann aber doch nicht f\u00fcr den Paparazzo posieren. Bei der Bogartenl\u00fccke treffen wir erstmals einige Wanderer, bevor wir rechts steil in den alpinen Wanderweg (weiss-blau-weiss) hinauf zur Marwees abbiegen. Der Weg ist problemlos, jedoch teilweise direkt auf der Krete ausgesetzt. Wir erreichen den offiziellen Gipfel im Nu, verewigen uns im Gipfelbuch und g\u00f6nnen uns eine Zwischenverpflegung. Das Gipfelkreuz steht jedoch nicht auf dem h\u00f6chsten Punkt, sondern auf einem rund 60 Meter tieferen Nebengipfel. Deshalb geht es f\u00fcr uns kurzzeitig weg vom markierten Weg und entlang der Wegspur hoch zum wirklichen Gipfel, der extensiv als Schafweide genutzt wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Hinab via Widderalpsattel, vorbei an einem toten Schneehuhn geht es Richtung Meglisalp. Die Grosstierfauna hat uns &#8211; erstaunlich f\u00fcr den Alpstein &#8211; bisher noch nicht zu beeindrucken gewusst. Perfekt zur Mittagszeit erreichen wir das Gasthaus und g\u00f6nnen uns Appenzeller Ch\u00e4ssp\u00e4tzli zur St\u00e4rkung. A propos Grosstierfauna: Direkt vom Mittagstisch die weidenden K\u00fche streicheln? Meglisalp!<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/P1011389.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/P1011389-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1763\" srcset=\"https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/P1011389-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/P1011389-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/P1011389-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/P1011389-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/P1011389-2048x1365.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption>Grosstierfauna auf der Meglisalp<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Den &#8220;Alpstein-Mittelfinger&#8221; haben wir nun auch bezwungen &#8211; wie weiter am Nachmittag und h\u00e4lt das Wetter? Der Regenradar stimmt uns gn\u00e4dig und so planen wir den weiten Bogen via Wagenl\u00fccke in Angriff zu nehmen. Danach weiter zum Seealpsee f\u00fcr ein erfrischendes Bad &#8211; soweit unser Plan. Frisch gest\u00e4rkt erscheint uns der Aufstieg kurzweilig und die mystische Stimmung mit tief h\u00e4ngenden Wolken in der Wagenl\u00fccke weiss zu entz\u00fccken.<\/p>\n\n\n\n<p>Im steilen Abstieg zur Fehlalp dann endlich die ersehnte G\u00e4mse &#8211; erstaunlicherweise wirklich im Singular. Weit und breit keine Herde grast sie friedlich am Gegenhang und l\u00e4sst sich nicht beeindrucken.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/P1011404.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/P1011404-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1765\" srcset=\"https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/P1011404-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/P1011404-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/P1011404-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/P1011404-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/P1011404-2048x1365.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption>Rupicapra rupicapra<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Kurz vor dem Berggasthaus Mesmer bieten uns ein paar (junge) Murmeltiere die Show, die uns das Hermelin am Morgen verwehrte. Mit wenig Scheu und ausgesprochener Neugierde geniessen sie die Sonne und r\u00e4keln sich auf den warmen Steinen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/P1011474.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/P1011474-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1766\" srcset=\"https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/P1011474-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/P1011474-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/P1011474-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/P1011474-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/P1011474-2048x1365.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption>Neugieriges Marmota marmota<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Hinab zum Seealpsee starten die Diskussionen bez\u00fcglich unserer Restroute zur\u00fcck zum Auto. See geniessen und dann gem\u00fctlicher Direktabstieg nach Wasserauen? Via \u00c4scher wie vor zwei Jahren? Ich bringe die Ebenalp mit ihrer Bahn ins Spiel&#8230; Die letzte Talfahrt ist jedoch bereits um 18:00 Uhr, \u00fcberschlagsm\u00e4ssig k\u00f6nnte das knapp werden. Das Bad im Seealpsee wollen wir uns aber auf jeden Fall g\u00f6nnen &#8211; somit Schritt f\u00fcr Schritt im w\u00f6rtlichen Sinn.<\/p>\n\n\n\n<p>Kurz vor dem Seealpsee beim Weiler Spitzigstein grast noch eine G\u00e4msfamilie \u00e4usserst entspannt. Wir haben angesichts des angespannten Zeitplans aber nur noch Augen f\u00fcrs k\u00fchle Nass. Direkt unterhalb des Berggasthauses g\u00f6nnen wir uns eine Abk\u00fchlung. Noch bevor wir wieder trocken sind, ist der Entschluss gefasst, den Aufstieg zur Ebenalp zu wagen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir m\u00fcssen deutlich unter der Wegweiser-Zeit bleiben, um die letzte Bahn noch zu erwischen. Laut Komoot mit unserem Fitnesslevel aber gut machbar. Und so machen wir uns sehr z\u00fcgig auf den &#8220;<a href=\"https:\/\/www.blick.ch\/schweiz\/ostschweiz\/schon-zwei-tote-im-juni-im-alpstein-blick-unterwegs-mit-wanderern-ich-habe-den-weg-unterschaetzt-id16615604.html\">Todesweg<\/a>&#8221; zum \u00c4scher. Statt in den angegebenen 1.5h schaffen wir es in einem Drittel der Zeit! Nun bleibt sogar noch Zeit f\u00fcr ein Glac\u00e9 mit Aussicht und das obligate \u00c4scher-Foto.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/IMG_2709.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"744\" height=\"992\" src=\"https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/IMG_2709.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1769\" srcset=\"https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/IMG_2709.jpg 744w, https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/IMG_2709-225x300.jpg 225w\" sizes=\"auto, (max-width: 744px) 100vw, 744px\" \/><\/a><figcaption>Glac\u00e9-Station<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Gem\u00fctlich(er) gehen wir nun den letzten Teil durchs Wildkirchli an. Angenehm k\u00fchl im Fels und dann die letzten Meter auf dem gut ausgebauten Weg zur Bergstation. In knapp 6.5h reiner Laufzeit haben wir gut 35km (GPS-Signal mehrmals reflektiert) und 2&#8217;300hm zur\u00fcckgelegt. M\u00fcde, zufrieden und mit bleibenden Eindr\u00fccken schweben wir dem Parkplatz entgegen. Auf dem Heimweg im Auto treffen wir dann auf die angek\u00fcndigten Regenschauer und begl\u00fcckw\u00fcnschen uns einmal mehr zur Routenwahl &#8211; die Innerschweiz w\u00e4re definitiv sehr viel nasser und ungem\u00fctlicher gewesen heute.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alle Jahre wieder rufen die Berge respektive wir rufen sie. Die Vorbereitung verlief asynchron, indem wir ein paar Daten reservierten und dann diverse Tourenvorschl\u00e4ge hin und her schickten. Auch Zweit\u00e4ger waren in Diskussion. 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