{"id":252,"date":"2011-05-07T20:00:26","date_gmt":"2011-05-07T19:00:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.oli.li\/blog\/?p=252"},"modified":"2011-06-01T19:27:01","modified_gmt":"2011-06-01T18:27:01","slug":"sola-stafette-4","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.oli.li\/blog\/2011\/05\/07\/sola-stafette-4\/","title":{"rendered":"SOLA-Stafette"},"content":{"rendered":"<p>Bereits zum vierten Mal nahm ich mit dem schnellen Team meiner Firma an der SOLA-Stafette in und um Z\u00fcrich teil. Leider hatten wir heuer ein paar Abwesenheiten zu beklagen, so dass wir nicht sicher waren, ob wir wiederum in den Bereich der Top 50 laufen w\u00fcrden. Zuversichtlich stimmten uns ein paar Zuz\u00fcge &#8211; teilweise sogar aus dem Ausland. Doch prim\u00e4r ging es nach wie vor um den Spass.<\/p>\n<p>Dieses Jahr w\u00e4hlte ich die Strecke 2 von der ETH H\u00f6nggerberg (Science City) nach Buchlern (13,25 Kilometer). Zur Vorbereitung mussten die Streckenkarte, das H\u00f6henprofil sowie die Vorjahreszeiten reichen. Neben dem m\u00f6glichst guten Abschneiden unserers Teams war nat\u00fcrlich auch der Firmenstreckenrekord ein Ziel von mir. Jedoch war dieser seit 2009 auf einem \u00e4usserst guten Kilometerschnitt von 3:55 Minuten. Ich war mir somit bewusst, dass nur ein Rennen am Limit gen\u00fcgen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Fr\u00fch am Morgen reihte ich mich am H\u00f6nggerberg in die Schlang oder eher das Get\u00fcmmel der Wartenden an der \u00dcbergabestelle. Da die erste Strecke nur rund 20 Minuten dauert, sind die L\u00e4uferinnen noch relativ nah beisammen. Zuerst kam die L\u00e4uferin unseres langsameren Teams, so dass ich meinen Arbeitskollegen mit den besten W\u00fcnschen ziehen lassen musste. Nach einer gef\u00fchlten Ewigkeit (gut 2 Minuten) durfte auch ich die Strecke unter die F\u00fcsse nehmen.<\/p>\n<p>Ich sprintete los und \u00fcberdrehte den Motor bereits auf den ersten Metern &#8211; ein Start nach Mass wie immer&#8230; Die ersten Kilometer gingen mehr oder weniger geradeaus. Zum Gl\u00fcck war die Sonne am Morgen noch nicht allzu kr\u00e4ftig, zudem liefen wir bald in den Wald hinein &#8211; das Wetter konnte als Entschuldigung nicht hinhalten. Den ersten Kilometer lief ich in 3:27 Minuten und \u00fcberholte dementsprechend L\u00e4ufer im Sekundentakt.<\/p>\n<p>Bald ging es hinunter Richtung Schlieren. Kurz nach Beginn des Abw\u00e4rtsteils \u00fcberholte ich meinen Mitarbeiter und stellte somit die vorgesehene Reihenfolge wieder her. Bergab liess ich es wie gewohnt laufen und machte m\u00e4chtig Tempo. Doch bereits vor Streckenh\u00e4lfte machte ich mir erste Sorgen, ob ich diese Pace halten kann. Denn auf der anderen Seite sollte es ja wieder bergauf gehen&#8230;<\/p>\n<p>In Schlieren im Flachteil dann die erste Krise. Mir wurde bewusst, dass ich nun ein wenig haushalten musste und besann mich darauf, vorerst den Schnitt um die vier Minuten zu halten. Entlang der Limmat konnte ich konstant laufen und \u00fcberholte noch immer L\u00e4ufer um L\u00e4ufer. Bei der Wasserstelle verpasste ich leider den Schwamm, konnte aber ein Wasser ergattern.<\/p>\n<p>Der folgende Abschnitt der Hauptstrasse entlang war gar nicht mein Teil: Die Beine liefen nicht mehr wie gewohnt und die triste Beton-Stadt-Atmosph\u00e4re vermagten meine Motivation nicht gerade positiv zu beeinflussen. Doch nach der Unterquerung der Strasse zweigte der Weg alsbald ab zur\u00fcck zur Natur. Doch nun begann die Steigung.<\/p>\n<p>Bereits jetzt ersehnte ich das Ziel jeden Meter herbei. W\u00e4hrend der Kopf die schwindende Restdistanz als Motivation nutzen konnte, zollten die Beine ihren Tribut und vermochten sich fast nicht mehr voreinander zu setzen. Jeder Schritt musste erk\u00e4mpft werden. Ein Blick auf die Uhr zeigte mir, dass der Streckenrekord zumindest wanken sollte. F\u00fcr zus\u00e4tzlichen Ehrgeiz war somit gesorgt.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich \u00fcberlebte ich die gr\u00f6sste Steigung und kam auf H\u00f6he Treibhaus Altstetten zur letzten Steigung vor dem Ziel. Nochmals s\u00e4mtliche Kr\u00e4fte mobilisiert folgte sogleich der langgezogene Schlussspurt zur Sportanlage Buchlern. Hinunter zum Fussballplatz, wo die Nummer via Funk in den \u00dcbergabebereich gesprochen wurde, und sogleich zur Zeitnahme auf der H\u00f6he der Geb\u00e4ude. Die Uhr stand noch immer auf Rekord, umso mehr gab ich meine letzten Kr\u00e4fte zum Spurt in den \u00dcbergabebereich. Mein Nachfolger wartete bereits ziemlich am Beginn der Zone, rief laut meinen Namen, so dass einer perfekten \u00dcbergabe nichts mehr im Weg stand. Mit den besten W\u00fcnschen und dem Zeitstick entliess ich ihn auf seinem (steilen) Weg auf den \u00dcetliberg.<\/p>\n<p>Wie die Rangliste am Abend zeigte, reichte es mir um 2 Sekunden pro Kilometer zum neuen Streckenrekord innerhalb der Firma: <a title=\"Einzelrangliste Strecken 1-7 (Team 766)\" href=\"http:\/\/www.asvz.ch\/sola\/ranglisten\/11\/ERL_1_7.html\" target=\"_blank\">51:30 Minuten<\/a>, was mir den 46. Etappenrang einbrachte. Unser Team lag nach Halbzeit auf dem sensationellen 29. Rang, b\u00fcsste am Nachmittag jedoch noch einige Pl\u00e4tze ein. Der <a title=\"Schlussrangliste\" href=\"http:\/\/www.asvz.ch\/sola\/ranglisten\/11\/SRL.html\" target=\"_blank\">36. Schlussrang<\/a> von 770 klassierten Teams bedeutete dennoch das beste Ergebnis unserer elfj\u00e4hrigen SOLA-Geschichte und darf durchaus als hervorragende Leistung betitelt werden. Ich bin jedenfalls sowohl mit dem Team als auch mit mir zufrieden!<\/p>\n<p>Um diese Leistung zu schlagen, m\u00fcssen wir ab n\u00e4chstem Jahr beginnen, mittels Statistik und komplexen mathematischen Modellen unsere Streckenzuteilung bis ins letzte Detail zu optimieren&#8230; \ud83d\ude09<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bereits zum vierten Mal nahm ich mit dem schnellen Team meiner Firma an der SOLA-Stafette in und um Z\u00fcrich teil. Leider hatten wir heuer ein paar Abwesenheiten zu beklagen, so dass wir nicht sicher waren, ob wir wiederum in den &hellip; <a href=\"https:\/\/www.oli.li\/blog\/2011\/05\/07\/sola-stafette-4\/\">Continue reading <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[8],"tags":[],"class_list":["post-252","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-sport"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/252","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=252"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/252\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":258,"href":"https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/252\/revisions\/258"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=252"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=252"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=252"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}