{"id":265,"date":"2011-06-02T20:00:19","date_gmt":"2011-06-02T19:00:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.oli.li\/blog\/?p=265"},"modified":"2011-06-04T23:46:17","modified_gmt":"2011-06-04T22:46:17","slug":"flughafenlauf-5","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.oli.li\/blog\/2011\/06\/02\/flughafenlauf-5\/","title":{"rendered":"Flughafenlauf"},"content":{"rendered":"<p>Einmal mehr stand an Auffahrt der Flughafenlauf auf dem Programm. Nachdem ich meine Zeit bisher kontinuierlich verbessern konnte, war auch dies heuer mein Ziel &#8211; nun erstmals in der Kategorie M30. Jedoch war ich mir angesichts des reduzierten Trainingsumfangs um der Schwierigkeit dieser Aufgabe bewusst. Als dann am Morgen jedoch perfektes Laufwetter (bew\u00f6lkt, ca. 15 \u00b0C) herrschte, kam Zuversicht auf.<\/p>\n<p>Ich stand sehr weit vorne ein, wo mir die ungew\u00f6hnlich lockere L\u00e4uferanh\u00e4ufung auffiel: Normalerweise herrscht im vorderen Drittel ein ziemliches Gedr\u00e4nge. Als ich unmittelbar nach dem Start in der (erweiterten) Spitze mitlief, zweifelte ich zuerst an meinem Anfangstempo, merkte dann aber, dass das Rennen nicht sonderlich schnell losging. Und so lief ich bis zum Einbiegen auf die lange Gerade westlich des Flughafens mit Sicht auf die F\u00fchrenden.<\/p>\n<p>Mein Ziel bestand vorerst darin, Kilometerschnitte unter vier Minuten zu laufen. Dies gelang mir auf den ersten Kilometern sehr deutlich und konnte auch danach eingehalten werden. Auf dem langen Weg nach Oberglatt fand ich sehr bald einen etwa gleich starken Mitl\u00e4ufer, so dass wir uns gegenseitig in der F\u00fchrung abl\u00f6sten und mit einem konstanten Schnitt zur ersten Verpflegung zogen. Als ich dort ein paar Schritte ging, um ein Wasser zu trinken, verlor ich vorerst den Anschluss und lief alleine weiter. Zwar war ich nur ein paar Meter von den nun zwei L\u00e4ufern vor mir entfernt, jedoch wollte ich keine Tempoversch\u00e4rfung riskieren, nur um die L\u00fccke zu schliessen.<\/p>\n<p>Am Pistenende war die starke Bise gut sp\u00fcrbar und blies als bremsende Wand den L\u00e4ufern entgegen. Hier und vor allem dann beim Wechsel auf die Panzerpiste musste ich beissen. Doch fand ich bald wieder den Rhythmus und oft auch Mitl\u00e4ufer, denen ich f\u00fcr eine Zeit anh\u00e4ngen konnte oder selber das Zugpferd spielte. Bis zur zweiten Verpflegung war ich noch immer gut im Rennen, wenn auch knapp hinter dem Vorjahresresultat.<\/p>\n<p>Auf dem Weg zur Rega konnte ich wieder zu meinem anf\u00e4nglichen Laufpartner aufschliessen und ihn sogar \u00fcberholen. Nun liefen wir in einer Vierergruppe und schlossen alsbald zur dritten Frau auf. Bei der letzten Verpflegung auf H\u00f6he Rega g\u00f6nnte ich mir einen Becher Iso und ging wiederum zwei bis drei Schritte. Mein Mitl\u00e4ufer sagte noch ein paar motivierende Worte im Vorbeigehen und ich erwiderte, dass es nur noch ein erweiterter Schlussspurt sei. Nun kam von hinten die vierte Frau, mit der ich wieder anlief und kurz danach die L\u00fccke zur dritten Frau schloss. Wir zogen vorbei und ich versuchte, das Tempo bereits ein erstes Mal zu erh\u00f6hen.<\/p>\n<p>Die neu dritte Frau musste ich leider ziehen lassen und lief zusammen mit meinem anf\u00e4nglichen Mitl\u00e4ufer sowie einem weiteren, gross gewachsenen L\u00e4ufer. Bis zur \u00dcberf\u00fchrung nach dem GAC f\u00fchrte ich die Gruppe an, anschliessend gab es einen stetigen Wechsel der F\u00fchrungsposition. Nun folgte der finale Aufstieg. Ich heftete mich an die Fersen des Grossgewachsenen, musste dabei aber meinen treuen Mitl\u00e4ufer ziehen lassen.<\/p>\n<p>Er kam jedoch nicht weit und so liefen wir mehr oder weniger geschlossen nach der Steigung auf dem Flachst\u00fcck Richtung Ziel. Bereits den letzten Steigungsabschnitt lief ich tief im roten Bereich, so dass die Beine brannten und auch die \u00fcbrigen Muskeln fast nicht mehr gehorchen wollten. Ich entschloss mich in der Not zu einem taktischen Schlussspurt: Diesen setzte ich so an, dass das \u00dcberholman\u00f6ver genau einige Schritte vor dem Ziel abgeschlossen ist, denn einen Gegenangriff w\u00fcrde ich auf keinen Fall mehr parieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Diese Taktik ging perfekt auf und so mobilisierte ich meine letzten Kr\u00e4fte, um an den beiden vorbei zu ziehen. Mit <a title=\"Rangliste Datasport\" href=\"http:\/\/services.datasport.com\/2011\/zkb\/flughafen\/RANG002.HTM\" target=\"_blank\">1.06:08,9<\/a> war ich 40 Sekunden langsamer als <a title=\"Bericht 2010\" href=\"http:\/\/www.oli.li\/blog\/2010\/05\/13\/flughafenlauf-3\/\">letztes Jahr<\/a> und erreichte den 18. Rang von 224 L\u00e4ufern meiner Kategorie. Somit war ich mit meinem Flughafenlauf-Deb\u00fct in der Kategorie M30 vollends zufrieden &#8211; auch mit Blick auf den reduzierten Trainingsaufwand.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einmal mehr stand an Auffahrt der Flughafenlauf auf dem Programm. Nachdem ich meine Zeit bisher kontinuierlich verbessern konnte, war auch dies heuer mein Ziel &#8211; nun erstmals in der Kategorie M30. 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