{"id":369,"date":"2012-03-17T20:00:52","date_gmt":"2012-03-17T19:00:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.oli.li\/blog\/?p=369"},"modified":"2012-03-18T12:47:52","modified_gmt":"2012-03-18T11:47:52","slug":"kerzerslauf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.oli.li\/blog\/2012\/03\/17\/kerzerslauf\/","title":{"rendered":"Kerzerslauf"},"content":{"rendered":"<p>Im Rahmen der Marathonvorbereitung lag der Kerzerslauf ideal im Kalender. Zugleich war es f\u00fcr mich eine Premiere \u00fcber diese 15 Kilometer im Fribourger Seebezirk. Der Lauf ist jedoch sehr bekannt und zieht jeweils eine grosse L\u00e4uferschar an (\u00fcber 5000 Teilnehmer \u00fcber 15 km).<\/p>\n<p>Dank 1.-Klass-GA ging es bequem mit den \u00f6ffentlichen Verkehrsmitteln nach Kerzers und von da im kurzen Fussmarsch zur Turnhalle. Ich war zwei Stunden vor meiner Startzeit vor Ort und hatte dementsprechend gut Zeit f\u00fcr meine Vorbereitungen. Dank den wetterm\u00e4ssig idealen Laufbedingungen stellte sich die Frage nach dem Ten\u00fc nicht: kurz\/kurz inklusive Sonnenbrille waren gesetzt.<\/p>\n<p>Eine letzte Banane und etwas Wasser bevor ich eine gute halbe Stunde vor Start zum Einlaufen auf den Rasenplatz ging. Einige lockere Runden und dann ab zum Startblock. Ich war in Sektor B &#8211; direkt hinter der M\u00e4nnerelite &#8211; eingeteilt. Nach einer letzten WC-Pause reihte ich mich im bereits ziemlich vollen Startblock ein und traf auch auf (Lang-)Laufprofi <a title=\"The Lonely Swimmer\" href=\"http:\/\/benj.n69.ch\/\" target=\"_blank\">Benj<\/a>, der im dichten Gedr\u00e4nge einige Reihen vor mir einen Platz ergattert hatte.<\/p>\n<p>Acht Minuten hinter der Frauenelite und eine Minute nach den M\u00e4nnern wurden auch wir von der schnellsten M\u00e4nnerkategorie auf die Strecke geschickt. Das Feld war dicht und die Gassen im Dorf relativ eng. Somit galt es, vorerst mit der Masse mitzugehen. Wobei eine gute Pace von unter 4 Minuten angeschlagen wurde. Ich nahm mir als Ziel vor, unter einer Stunde zu laufen. Wunschziel w\u00e4re eine 58er-Zeit. Ausgangs Dorf gab es einen Anstieg, bevor wir auf Feldwege einbogen. Doch auch diese boten nur beschr\u00e4nkt Platz zum \u00dcberholen und so bedurfte es einiger Acker-Sprinteinlagen, um Positionen gut zu machen. Langsam zog sich das Feld in die L\u00e4nge und ich suchte mir eine Gruppe mit einer \u00e4hnlichen Pace.<\/p>\n<p>Ich f\u00fchlte mich ausgesprochen gut und musste mich eher ein wenig zur\u00fccknehmen, um nicht in Gefahr zu laufen, vorzeitig auszubrennen. Bei der ersten Wasserstelle genehmigte ich mir drei Schlucke im Vorbeigehen und hielt somit den Anschluss. In dieser Phase wechselten sich die Positionen st\u00e4ndig und doch traf ich (bis zum Ende des Rennens) immer wieder die gleichen L\u00e4ufer. Bei Kilometer 5 war der vorzeitige Kulminationspunkt erreicht und zwischen 6 und 7 ging es hinunter an die Aare. Ich konnte die Bergabpassagen optimal nutzen, um Zeit und Positionen gut zu machen, die Beine liefen heute ganz nach meinen W\u00fcnschen.<\/p>\n<p>An der Aare wurde der Weg nochmals schmaler &#8211; zeitweise waren wir auf einem Trampelpfad unterwegs. Trotzdem konnte ich auch in dieser Phase die Pace stets unter vier Minuten halten und st\u00e4ndig L\u00e4ufer \u00fcberholen. Gleichm\u00e4ssig lief ich mein Rennen bis kurz nach dem neunten Kilometer: Die brutale Steigung nach Golaten forderte nun ihren Tribut. Obwohl ich mich nach wie vor super f\u00fchlte &#8211; oder vielleicht gerade deswegen &#8211; achtete ich wohl nicht sehr gut auf die Atmung w\u00e4hrend dem z\u00fcgigen Aufstieg, so dass ich brutales Seitenstechen erfuhr. Dieses erschwerte es mir zus\u00e4tzlich, nach der Steigung wieder die Pace zu finden. Ich musste fast bis Kilometer elf damit k\u00e4mpfen, ehe ich es durch regelm\u00e4ssige Atmung wegbrachte.<\/p>\n<p>Nach einer weiteren Verpflegung mit Wasser konnte ich nun wieder in alter St\u00e4rke Kerzers entgegen laufen. Die Steigungen waren nun auch vor\u00fcber und die Strecke zeigte sich gn\u00e4dig auf den letzten Kilometern. Bis Kilometer 13 lief ich gleichm\u00e4ssig unter 4:00, ehe ich f\u00fcr die letzten zwei Kilometer nochmals eine Tempoversch\u00e4rfung vornahm. Dies erm\u00f6glichte es mir auch, nochmals einige Positionen gut zu machen. Unter anderem hatte ich bis zu diesem Zeitpunkt auch mindestens zwei Elitefrauen \u00fcberholt, die eingebrochen waren und nun durchgereicht wurden.<\/p>\n<p>Auf dem letzten Kilometer bereits in Kerzers hatte ich alle in Reichweite \u00fcberholt und k\u00e4mpfte somit nur noch gegen mich und meine Verfolger. Mit Hochhalten des Tempos bis zur Ziellinie konnte ich mir alle vom Leibe halten. Jedoch gab es mangels direkter Konkurrenz auch kein wirklicher Schlussspurt von meiner Seite, so dass ich nicht s\u00e4mtliche Reserven aufbrauchen musste. In <a title=\"Rangliste Datasport\" href=\"http:\/\/services.datasport.com\/2012\/lauf\/kerzers\/RANG012.HTM\" target=\"_blank\">58.20,8<\/a> lief ich auf den 63. Rang meiner Kategorie mit 591 Finsihern. Somit hatte ich sogar meine Wunschzeit erreicht und war dementsprechend zufrieden.<\/p>\n<p>Nach kurzer Regeneration mittels offeriertem Rivella und einigen Worten mit Benj trat ich nach wohltuender Dusche zufrieden den Heimweg Richtung Z\u00fcrich an.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Rahmen der Marathonvorbereitung lag der Kerzerslauf ideal im Kalender. Zugleich war es f\u00fcr mich eine Premiere \u00fcber diese 15 Kilometer im Fribourger Seebezirk. 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