{"id":490,"date":"2013-08-18T19:11:42","date_gmt":"2013-08-18T18:11:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.oli.li\/blog\/?p=490"},"modified":"2013-08-18T19:11:42","modified_gmt":"2013-08-18T18:11:42","slug":"engadiner-sommerlauf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.oli.li\/blog\/2013\/08\/18\/engadiner-sommerlauf\/","title":{"rendered":"Engadiner Sommerlauf"},"content":{"rendered":"<p>Zurzeit trainiere ich nicht f\u00fcr einen spezifischen Lauf, sondern versuche einfach, mich fit zu halten. Trotzdem nehme ich nach M\u00f6glichkeit an kleineren L\u00e4ufen zwischendurch teil, vorwiegend aus Spass. Unter diesem Aspekt entschied ich mich auch f\u00fcr die Reise ins Engadin. Denn in solch einer atemberaubender Landschaft zu laufen, macht einfach doppelt Spass. Da es leider mit den \u00f6ffentlichen Verkehrsmitteln nicht m\u00f6glich ist, am Veranstaltungstag anzureisen (Startzeit 10:00 Uhr), musste ich kurzfristig noch eine \u00dcbernachtung buchen. Ich entschied mich f\u00fcr die unkomplizierte Variante und buchte ein Bett in der Jugendherberge Pontresina.<\/p>\n<p>Der Morgen pr\u00e4sentierte sich perfekt: Angenehme Temperaturen und stahlblauer Himmel. Ich nahm extra den fr\u00fchest m\u00f6glichen Bus, da ich mich noch nachmelden musste. Ein weiser Entscheid, wenn man die langen Schlangen eine halbe Stunde sp\u00e4ter betrachtete. Startnummer montiert, Gep\u00e4ck aufgegeben und locker eingew\u00e4rmt begab ich mich zur Startlinie in Sils. Da doch einige Topl\u00e4ufer am Start waren, reihte ich mich etwa in der dritten Reihe ein und startete einmal mehr ziemlich schnell.<\/p>\n<p>Unsicher war ich \u00fcber die Auswirkungen der H\u00f6he (1\u2018800 m\u00fcM). Somit war ich mir nicht ganz im Klaren, mit welcher Pace ich beginnen sollte und entschied mich f\u00fcr \u201eirgendwas um vier Minuten\u201c. Der erste Teil bis zum Silvaplanersee erfuhr einer kurzfristigen aber geringen \u00c4nderung wegen einer Einsprache der Umweltschutzgruppe am Vorabend um 22:00 Uhr. Das Feld zog sich schon sehr schnell in die L\u00e4nge und ich fand vorerst keine L\u00e4ufer, denen ich mich anschliessen konnte.<\/p>\n<p>Die Strecke war nicht ganz so flach, wie ich das H\u00f6heprofil im Vorfeld interpretierte. Und so sp\u00fcrte ich meine Beine ungew\u00f6hnlich fr\u00fch bereits in Surlej. Nachdem ich die ersten paar Kilometer unter vier Minuten gelaufen war, entschied ich mich, ein wenig Tempo rauszunehmen, um nicht zu fr\u00fch das Pulver zu verschiessen. Vorbei an Champfer und durch St. Moritz f\u00fchlte ich mich wieder ausgesprochen gut und konnte konstant laufen. Doch nach einer weiteren Passage entlang des St. Moritzer Sees, drohte bereits der Stazerwald \u2013 auch bekannt durch die am\u00fcsanten Fernsehbilder anl\u00e4sslich des Engadiner Skimarathons. Und dass dieser wirklich steil ist, musste ich nun am eigenen Leib erfahren. Die Steigung liess meine bereits sauren Oberschenkel endg\u00fcltig \u00fcbers\u00e4uern. Am besten merkte ich es, als ich es jeweils nach den Steigungen kaum schaffte, Tempo aufzunehmen. Endlich erreichte ich den Stazersee und somit den Kulminationspunkt der gesamten Strecke. Nur noch hinunter ins Ziel&#8230;<\/p>\n<p>Doch zuerst ging es moderat und dann steil bergab nach Pontresina. Nach einer weiteren Verpflegungsstation \u2013 wo ich bisher jeweils lediglich Wasser zu mir nahm \u2013 und einer kleinen Schleife folgte der Weg entlang des Flusses f\u00fcrs letzte Teilst\u00fcck nach Samedan. Meine Beine liessen keine Tempoversch\u00e4rfungen mehr zu, trotzdem konnte ich eine einigermassen valable Pace laufen und sogar noch einen Platz gut machen.<\/p>\n<p>Bei der zweitletzten Verpflegung hielt ich mich wiederum ans Wasser. Doch kurz nach dem Posten begann das Leiden richtig und ich steuerte auf einen veritablen Hungerast zu. Zu meinem Gl\u00fcck folgte vor dem finalen Teilst\u00fcck nochmals eine Station, wo ich kurz anhalten musste, um mit Powerbar und Isodrink den Hungerast zu bek\u00e4mpfen. Leider gab ich damit den vorhin gut gemachten Platz wieder preis, doch ansonsten h\u00e4tte ich wohl noch mehr R\u00e4nge eingeb\u00fcsst bis ins Ziel.<\/p>\n<p>So war es mir m\u00f6glich, den Lauf noch passabel ins Ziel zu bringen. Der Einlauf in der Promulins-Arena Samedan war eine richtige Erl\u00f6sung. So leiden musste ich schon lange nicht mehr, was aber die Ankunft und das (alkoholfreie) Erdinger im Zielbereich umso s\u00fcsser schmecken liess.<\/p>\n<p>Mit einer Zeit von <a title=\"Resultate (PDF)\" href=\"http:\/\/www.trackmyrace.com\/uploads\/pdf\/events\/13513\/38473\/results\/egadiner_sommerlauf.pdf\" target=\"_blank\">1:46:33,2<\/a>\u00a0erreichte ich den 20. Rang von 69 L\u00e4ufern meiner Kategorie. Um eine Erfahrung und sehr viele sch\u00f6ne Eindr\u00fccke reicher trat ich die Heimreise mit der Rh\u00e4tischen Bahn an.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zurzeit trainiere ich nicht f\u00fcr einen spezifischen Lauf, sondern versuche einfach, mich fit zu halten. Trotzdem nehme ich nach M\u00f6glichkeit an kleineren L\u00e4ufen zwischendurch teil, vorwiegend aus Spass. 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