{"id":930,"date":"2015-07-24T11:40:01","date_gmt":"2015-07-24T10:40:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.oli.li\/blog\/?p=930"},"modified":"2015-07-24T11:40:01","modified_gmt":"2015-07-24T10:40:01","slug":"siem-reap","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.oli.li\/blog\/2015\/07\/24\/siem-reap\/","title":{"rendered":"Siem Reap"},"content":{"rendered":"<p>Der Flug mit Cambodia Angkor Air war praktisch leer und ging extrem p\u00fcnktlich &#8211; nat\u00fcrlich aber zur verschobenen Zeit, <a href=\"http:\/\/www.oli.li\/blog\/2015\/07\/22\/bangkok\/\">wie bereits berichtet<\/a>. Bereits im Anflug erhaschten wir dank des guten Wetters erste Eindr\u00fccke von Kambodschas Landschaft.<\/p>\n<p>Das Visum-Prozedere ist speditiv und dient eher dazu, 30 USD von jedem Touristen abzukn\u00f6pfen. Auch nach dem Verlassen des Flughafengeb\u00e4udes werde ich positiv \u00fcberrascht: In sch\u00f6nem Kontrast zur Abzock-Mentalit\u00e4t in Bangkok werden wir an den offiziellen Taxistand verwiesen, der die Leute zu publizierten Preisen den\u00a0Fahrzeugen zuteilt. Unser Taxifahrer San erkl\u00e4rt uns bereits auf dem Weg zum Hotel erste Details und ist uns auf Anhieb so sympathisch, dass wir ihn direkt f\u00fcr den Folgetag als &#8220;Tempelfahrer&#8221; buchen.<\/p>\n<p>Und so ziehen wir am Morgen los im sch\u00f6n klimatisierten Taxi. Nach dem Obulus in der H\u00f6he von 20 USD f\u00fcr einen Tageseintritt zu den Tempelanlagen f\u00e4hrt uns San zuerst zu <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Angkor_Thom\" target=\"_blank\">Angkor Thom<\/a>. Dies war nicht nur ein Tempel, sondern die erste richtige Metropole im asiatischen Raum &#8211; lange bevor beispielsweise Bangkok aufkam. Durch die intelligente Zuhilfenahme von Wasser-Reservoirs \u00fcberdauerten die Bauwerke auch bei den stark\u00a0schwankenden Wasserst\u00e4nden.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/DSC02110.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-946\" src=\"http:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/DSC02110-1024x768.jpg\" alt=\"DSC02110\" width=\"640\" height=\"480\" srcset=\"https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/DSC02110.jpg 1024w, https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/DSC02110-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/DSC02110-900x675.jpg 900w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die meisten Anlagen sind aus Sandstein, der passgenau geschichtet und anschliessend eindr\u00fccklich verziert wurde &#8211; in <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Angkor_Wat\" target=\"_blank\">Angkor Wat<\/a> teilweise auch vergoldet. Dieses weltweit gr\u00f6sste religi\u00f6se Bauwerk besuchen wir nach dem Mittag. Die Besucherstr\u00f6me sind eher klein und bestehen fast nur aus Asiaten &#8211; die Europ\u00e4er und Amerikaner kommen lieber in den Monaten, wenn es zuhause k\u00e4lter ist. So sind wir ziemlich &#8220;effizient&#8221; beim Besichtigen und k\u00f6nnen die Zeit statt mit Anstehen f\u00fcrs Staunen nutzen. Der Schweiss rinnt in B\u00e4chen an uns herunter und es kommen erste Klagen vom weiblichen Teil unserer Reisegruppe. \ud83d\ude09 Gl\u00fccklicherweise k\u00f6nnen wir uns zwischendurch im Taxi herunterk\u00fchlen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/DSC02184.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-948\" src=\"http:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/DSC02184-1024x768.jpg\" alt=\"DSC02184\" width=\"640\" height=\"480\" srcset=\"https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/DSC02184.jpg 1024w, https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/DSC02184-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/DSC02184-900x675.jpg 900w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Da noch Zeit bleibt und wir San f\u00fcr den ganzen Tag gebucht haben, entschliessen wir uns, auch das <a href=\"http:\/\/www.cambodialandminemuseum.org\/\" target=\"_blank\">Landminen-Museum<\/a>\u00a0gleichentags zu besuchen. Urspr\u00fcnglich hatten wir es f\u00fcr den zweiten Tag geplant. Das Museum liegt etwa 20 km ausserhalb Siem Reap und ist sehr klein &#8211; es umfasst nur gerade vier R\u00e4ume. Errichtet wurde es von Aki Ra, einem ehemaligen kambodschanischen Kindersoldaten, der sich nun der Minenentsch\u00e4rfung verschrieben hat. Neben objektiven Informationen \u00fcber Landminen wird auch seine Geschichte erz\u00e4hlt. Sehr interessant\u00a0und durchaus einen Abstecher wert.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/DSC02213.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-954\" src=\"http:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/DSC02213-1024x768.jpg\" alt=\"DSC02213\" width=\"640\" height=\"480\" srcset=\"https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/DSC02213.jpg 1024w, https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/DSC02213-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/DSC02213-900x675.jpg 900w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Auf dem Weg zum Museum und zur\u00fcck passieren wir zahlreiche &#8211; meist auf Stelzen gebaute &#8211; Wohnh\u00e4user der lokalen Bev\u00f6lkerung.\u00a0Sehr eindr\u00fccklich und auch irgendwie grotesk zu sehen, in welch\u00a0einfachen Verh\u00e4ltnisse die Bev\u00f6lkerung lebt, w\u00e4hrend wir im Hotel ein paar Kilometer entfernt alle Annehmlichkeiten inklusive Pool geniessen d\u00fcrfen. Zus\u00e4tzlich sieht man viele Kinder bei den Tempelanlagen, die betteln oder Ramsch verkaufen m\u00f6chten. Dazu wird auf Schildern davor gewarnt, ihnen Geld zu geben, da es sie anspornt, zu betteln statt zur Schule zu gehen.<\/p>\n<p>G\u00e4be es einen Index f\u00fcr H-ROI (health return of investment), so w\u00fcrde dieser f\u00fcr meinen Abendsport wohl negativ ausfallen. Nach der ausgiebigen Tempeltour bis in den Nachmittag hinein\u00a0und etwas Pool-Erholungszeit am sp\u00e4teren Nachmittag jogge ich f\u00fcr den Sonnenuntergang zum Tempel Angkor Wat. Dies jedoch direkt am Strassenrand neben langen Tuk-Tuk- und Moped-Schlangen. Die Luftqualit\u00e4t ist dementsprechend. Jedoch wartet zumindest der E-ROI-Index (emotional return of investment) mit einem positiven Resultat auf: Trotz &#8211; oder gerade dank &#8211; bedecktem Himmel zeigt sich ein imposantes Schauspiel, als eine Regenfront anr\u00fcckt. Ein dunkles Wolkenband begleitet von sehr starkem Wind fegt \u00fcber die Tempelanlage, die sich im mystischen Licht bestens pr\u00e4sentiert.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/DSC02233.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-941\" src=\"http:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/DSC02233-1024x768.jpg\" alt=\"DSC02233\" width=\"640\" height=\"480\" srcset=\"https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/DSC02233.jpg 1024w, https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/DSC02233-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/DSC02233-900x675.jpg 900w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Am Abend geht es per Tuk-Tuk &#8211; respektive der kambodschanischen Variante &#8220;Remorque&#8221; &#8211; ins Zentrum von Siam Reap. Die Remorques sind Mopeds (&#8220;Sackgeldverdunster&#8221; auf Schweizerdeutsch) oder kleine Motorr\u00e4der mit einem Personenanh\u00e4nger. Ganz touristisch tauchen wir in die Discostrasse ein, in der auch viele Backpacker Halt machen. Wir g\u00f6nnen uns einen Fisch-Spa und kommen mit einem deutsch\/kolumbianischen Paar ins Gespr\u00e4ch, das mit dem Bus von Bangkok gekommen ist.\u00a0Den netten Abend lassen wir bei einem guten lokalen Nachtessen und einer miserablen Fussmassage ausklingen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/DSC02248.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-956\" src=\"http:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/DSC02248-1024x768.jpg\" alt=\"DSC02248\" width=\"640\" height=\"480\" srcset=\"https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/DSC02248.jpg 1024w, https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/DSC02248-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.oli.li\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/DSC02248-900x675.jpg 900w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Trotz der nicht optimalen Laufstrecke wage ich es auch nochmals am letzten Tag, eine Runde zu drehen. Wie oft kann man schon in einer solch historischen Umgebung trainieren? Die Parkw\u00e4chterin kurz vor Angkor Wat will mich zuerst nicht passieren lassen. Doch nach freundlichem Gespr\u00e4ch l\u00e4sst sie mich auf einer (abgek\u00fcrzten) Route durch und informiert ihre Kollegen vom n\u00e4chsten Posten, dass ein weisser, hitzeresistenter L\u00e4ufer zu erwarten sei. Kurz vor unserem Hotel passiere ich eine Schule, wo mir mehrere Schulkinder in ihren Uniformen herzlich zuwinken. Solch sch\u00f6ne Momente m\u00f6gen jeweils auch\u00a0die oben geschilderten &#8220;Zweifel&#8221; etwas relativieren. Zudem komme ich kurz nachher am Kinderspital von <a href=\"http:\/\/www.beat-richner.ch\/\" target=\"_blank\">Beat Richner<\/a> vorbei, in dem praktisch alle Kinder vom Norden des Landes (der S\u00fcden geht ins Spital in Phnom Penh) untersucht und behandelt werden.<\/p>\n<p>Die kulturellen Unterschiede machen eine solche Reise aber auch sehr spannend. Lustig zu beobachten ist der Umbau unseres Hotels, wo die Arbeiter ohne jegliche Sicherung auf den Armierungseisen im dritten Stockwerk herumturnen. Auch geschweisst oder mit der Trennscheibe gearbeitet wird komplett schutzlos.<\/p>\n<p>Auch wenn die Leute hier sehr viel herzlicher als in Thailand sind, so ist es trotzdem nicht immer ganz einfach, sie zu verstehen. Wenn mancherorts die Mimik \u00fcber schwache Sprachkenntnisse hinweghelfen kann, erh\u00e4lt\u00a0man hier zu jeder\u00a0Antwort stets ein freundliches L\u00e4cheln. \ud83d\ude42<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Flug mit Cambodia Angkor Air war praktisch leer und ging extrem p\u00fcnktlich &#8211; nat\u00fcrlich aber zur verschobenen Zeit, wie bereits berichtet. Bereits im Anflug erhaschten wir dank des guten Wetters erste Eindr\u00fccke von Kambodschas Landschaft. 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