SOLA-Stafette

Auch im zweiten Jahr nach meinem “Comeback” mache ich wieder im schnelleren Dream Team meines Arbeitgebers mit. Nach genau 10 Jahren (2016) wage ich mich wiederum auf die längste Strecke 5: Von der Felsenegg in die Buchlern. 14 Kilometer mit 288 Höhenmeter.

Trotz nicht optimaler Vorbereitung (Ferien, mehr Velo- als Laufkilometer, keine gezielten Laufhöhenmeter im Training) möchte ich schauen, wie sich die Leistungskurve über die Jahre entwickelt hat. Obschon ich die 56:46 Minuten 2016 in einer Sub-3-Marathon-Form lief, gebe ich meine Schätzung mit 58 Minuten im besten und 1:05h im schlechtesten Fall an.

Im Wissen um das mögliche Nadelöhr reise ich (zu) früh an und bin bereits zwei Stunden vor der geplanten Startzeit in Adliswil. Ich besteige den Shuttlebus zur Buchenegg und laufe von dort zur Felsenegg. Das Übergabegeländer erwacht langsam, die Infrastruktur wird gerade aufgebaut. Die Temperatur erreicht gerade die 10 °C-Marke, noch ist es trocken aber sehr windig. Ich warte zu, verpflege und ziehe mich erst kurz vor Start um und gebe das Gepäck auf.

Die ersten Läufer kommen an. Ich begebe mich in den Startblock und treffe auf bekannte Gesichter. Relativ pünktlich kommt mein Vorläufer und die Übergabe (Handschlag) klappt bestens. Natürlich “rolle” ich zu schnell ein auf den ersten, vorerst flachen Metern. Bald geht es aber steil bergab und ich malträtiere meine Oberschenkel kräftig.

Ständig überholend geht es dem Talboden entgegen. Im Flachen angekommen kann ich vorerst eine gute Pace von etwa 4:10 min/km anschlagen und versuche, einen Rhythmus zu finden. Das gelingt mir nur bedingt – auch weil die Strecke nie richtig flach sondern ein ständiges Auf und Ab ist. Bald schon geht es in die Zwischensteigung hinein, wo ich kurze Gehpausen einlege. Oben auf dem Plateau fällt es mir lange schwer, in den Flow zu kommen. Es fühlt sich zäh an und ich laufe zunehmend im roten Bereich. Erst kurz vor der erneuten Bergabpassage finde ich einen Rhythmus.

Ich nutze die Verpflegungsstellen jeweils für ein paar Schlucke. Bisher bin ich ständig am Überholen, erst auf dem letzten Streckendrittel finde ich Läufer oder kleine Gruppen, die im gleichen Tempo unterwegs sind. Mit zwei Läufern liefere ich mir auch kleine Duelle mit wechselndem Überholen. Nun folgt der nahrhafte Schlussaufstieg. Ich pace relativ gut, gehe aber auch hier in den steilsten Passagen.

Oben angekommen, kann ich bald beschleunigen und zapfe die letzten Reserven an. Es folgen noch ein paar grosse Regentropfen auf dem Weg hinunter zur Buchlern. Ohne Rücksicht auf die Oberschenkel lasse ich es laufen und höre dann bald schon den Speaker vom Übergabebereich. All out und durchziehen bis zur Übergabe. Diese klappt reibungslos, auch wenn ich meinen Arbeitskollegen relativ spät erkenne, da er noch eine Jacke trägt.

In 1:04:12 Stunden erreiche ich den 201. Rang auf meiner Strecke und bin damit nicht wirklich zufrieden. Angesichts der nicht optimalen Vorbereitung aber wohl alles, was aktuell möglich ist. Gesamthaft erlaufen wir den 163. Rang von 1111 Teams. Eine akzeptable Leistung mit Steigerungspotenzial innerhalb der Firma.

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