Unterschiede VIII: Wohnung mieten

Wie so einiges, so ist auch das Mieten einer Wohnung anders in Belgrad. Erstens erhält man als Expat – wie auch in anderen Bereichen – natürlich nicht die ganz günstigen Wohnungen respektive es wird eine «andere Preisliste» angewendet.

Zweitens werden Mietsteuern fällig, die knapp 20 Prozent der monatlichen Miete ausmachen. Die Serben sind ein sehr findiges Volk und so werden etwa 95% der Mieten bar bezahlt, um den lästigen Steuern entgehen zu können. Als Schweizer bin ich natürlich gewohnt, alles hoch offiziell zu machen und liefere brav den Obulus dem serbischen Staat ab. Die Mietzahlungen sind übrigens die fast einzige Abgabe, welche in Fremdwährungen beglichen werden darf. Bei allen anderen Zahlungen schreibt der Staat den Dinar vor, um die eigene Währung zu schützen.

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Eine Folge dieser «Steuer-Spartaktik» ist auch, dass die Wohnungen nicht auf den aktuellen Mieter umgeschrieben werden. Und so lauten sämtliche Rechnungen für Nebenkosten (Heizung, Strom, Telefon, etc.) nach wie vor auf den Vermieter. Dies ist auch der Grund, weshalb die meisten Briefkästen zwei Namen tragen (siehe Foto).

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1 Response to Unterschiede VIII: Wohnung mieten

  1. Silja says:

    Du häsch vergesse z erwähne, dass mer vor em Betrette vo de eigne Wohnig zur Sicherheit sötti lüüte, damit de Vermieter (wo sich jederziet Zuegang zu dinere Wohnig verschaffe chann und das au ohni Vorameldig macht) gwarnt isch, d Hose ufezieh und spüäle chann, sött er gad uf em WC sitze!!!

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