Pfäffikersee-Lauf

Einmal mehr stand das Heimspiel auf dem Programm. Ich hatte mir im Vorfeld vorgenommen, dass ich den Pfäffikersee-Lauf dieses Jahr mache, wenn alles passt. Durch einige Auslandaufenthalte und einen vollen Terminkalender hätte ich den Lauf aber beinahe noch vergessen. Erst als ich am Samstag einen Trainingslauf um den Pfäffikersee machte und die Fähnchen erblickte, erinnerte ich mich wieder und meldete mich dann am Sonntagmorgen direkt vor Ort an.

1492266_pic_970x641Am Start traf ich auf Marco, einen Arbeitskollegen. Ich nahm mir vor, ziemlich verhalten zu beginnen und zu schauen, was heute möglich ist. Bis zur Rennhälfte konnte ich in verschiedenen Gruppen Unterschlupf finden und so teilweise im Windschatten zu laufen, was bei den ziemlich starken Winden durchaus nützlich war. Der Kilometerschnitt belief sich durchwegs um 3:50 Minuten.

Die Steigung hinauf nach Ruetschberg war wie immer steil, jedoch fühlte ich mich noch immer ziemlich gut. Bei der Verpflegung am Kulminationspunkt holte mich Marco wieder ein, nachdem ich ihn auf der ersten Streckenhälfte um ein paar Sekunden distanzieren konnte. Anschliessend liefen wir zusammen mit abwechselnder Führungsarbeit.

Die Strecke führte dieses Jahr nicht mehr durch Seegräben sondern direkt dem See entlang zurück. Mit solidem Tempo liefen Marco und ich ins Ziel, ein langer Sprint lag für mich nicht mehr drin. Mit einer neuen persönlichen Streckenbestzeit von 47.43,6 erreichte ich den 15. Rang von 185 Teilnehmern meiner Kategorie.

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Engadiner Sommerlauf

Zurzeit trainiere ich nicht für einen spezifischen Lauf, sondern versuche einfach, mich fit zu halten. Trotzdem nehme ich nach Möglichkeit an kleineren Läufen zwischendurch teil, vorwiegend aus Spass. Unter diesem Aspekt entschied ich mich auch für die Reise ins Engadin. Denn in solch einer atemberaubender Landschaft zu laufen, macht einfach doppelt Spass. Da es leider mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nicht möglich ist, am Veranstaltungstag anzureisen (Startzeit 10:00 Uhr), musste ich kurzfristig noch eine Übernachtung buchen. Ich entschied mich für die unkomplizierte Variante und buchte ein Bett in der Jugendherberge Pontresina.

Der Morgen präsentierte sich perfekt: Angenehme Temperaturen und stahlblauer Himmel. Ich nahm extra den frühest möglichen Bus, da ich mich noch nachmelden musste. Ein weiser Entscheid, wenn man die langen Schlangen eine halbe Stunde später betrachtete. Startnummer montiert, Gepäck aufgegeben und locker eingewärmt begab ich mich zur Startlinie in Sils. Da doch einige Topläufer am Start waren, reihte ich mich etwa in der dritten Reihe ein und startete einmal mehr ziemlich schnell.

Unsicher war ich über die Auswirkungen der Höhe (1‘800 müM). Somit war ich mir nicht ganz im Klaren, mit welcher Pace ich beginnen sollte und entschied mich für „irgendwas um vier Minuten“. Der erste Teil bis zum Silvaplanersee erfuhr einer kurzfristigen aber geringen Änderung wegen einer Einsprache der Umweltschutzgruppe am Vorabend um 22:00 Uhr. Das Feld zog sich schon sehr schnell in die Länge und ich fand vorerst keine Läufer, denen ich mich anschliessen konnte.

Die Strecke war nicht ganz so flach, wie ich das Höheprofil im Vorfeld interpretierte. Und so spürte ich meine Beine ungewöhnlich früh bereits in Surlej. Nachdem ich die ersten paar Kilometer unter vier Minuten gelaufen war, entschied ich mich, ein wenig Tempo rauszunehmen, um nicht zu früh das Pulver zu verschiessen. Vorbei an Champfer und durch St. Moritz fühlte ich mich wieder ausgesprochen gut und konnte konstant laufen. Doch nach einer weiteren Passage entlang des St. Moritzer Sees, drohte bereits der Stazerwald – auch bekannt durch die amüsanten Fernsehbilder anlässlich des Engadiner Skimarathons. Und dass dieser wirklich steil ist, musste ich nun am eigenen Leib erfahren. Die Steigung liess meine bereits sauren Oberschenkel endgültig übersäuern. Am besten merkte ich es, als ich es jeweils nach den Steigungen kaum schaffte, Tempo aufzunehmen. Endlich erreichte ich den Stazersee und somit den Kulminationspunkt der gesamten Strecke. Nur noch hinunter ins Ziel…

Doch zuerst ging es moderat und dann steil bergab nach Pontresina. Nach einer weiteren Verpflegungsstation – wo ich bisher jeweils lediglich Wasser zu mir nahm – und einer kleinen Schleife folgte der Weg entlang des Flusses fürs letzte Teilstück nach Samedan. Meine Beine liessen keine Tempoverschärfungen mehr zu, trotzdem konnte ich eine einigermassen valable Pace laufen und sogar noch einen Platz gut machen.

Bei der zweitletzten Verpflegung hielt ich mich wiederum ans Wasser. Doch kurz nach dem Posten begann das Leiden richtig und ich steuerte auf einen veritablen Hungerast zu. Zu meinem Glück folgte vor dem finalen Teilstück nochmals eine Station, wo ich kurz anhalten musste, um mit Powerbar und Isodrink den Hungerast zu bekämpfen. Leider gab ich damit den vorhin gut gemachten Platz wieder preis, doch ansonsten hätte ich wohl noch mehr Ränge eingebüsst bis ins Ziel.

So war es mir möglich, den Lauf noch passabel ins Ziel zu bringen. Der Einlauf in der Promulins-Arena Samedan war eine richtige Erlösung. So leiden musste ich schon lange nicht mehr, was aber die Ankunft und das (alkoholfreie) Erdinger im Zielbereich umso süsser schmecken liess.

Mit einer Zeit von 1:46:33,2 erreichte ich den 20. Rang von 69 Läufern meiner Kategorie. Um eine Erfahrung und sehr viele schöne Eindrücke reicher trat ich die Heimreise mit der Rhätischen Bahn an.

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GP von Bern

Auf mehrfache Empfehlung hin wollte ich schon lange einmal am GP von Bern teilnehmen. Leider machten mir in der letzten Jahren jeweils die Schule oder andere Termine einen Strich durch die Rechnung. Im 2013 schien es nun endlich, zu klappen. Und zudem spielte auch das Wetter perfekt mit – es war sogar fast ein wenig zu warm…

Mit meinem 1.-Klass-GA war die Anreise mit dem ÖV völlig stressfrei und ich fand mich fast drei Stunden vor Start auf dem Gelände ein. In der Ausschreibung wurde man mehrfach darauf hingewiesen, dass man aufgrund der vielen Teilnehmer frühzeitig anreisen soll. Nach dem Abholen der Startnummer streifte ich noch ein wenig durch das Ausstellerzelt und sicherte mir danach ein Platz in einem der grossen Garderobenzelte mit Duschmöglichkeiten.

Zwei Firmenkollegen sollten auch am Start sein: Marc und Markus. Ich verabredete mich mit Marc eine halbe Stunde vor unserem Start (beide in Slot 1 um 16:00 Uhr) und wir machten zusammen noch eine Runde auf der Allmend zum Einwärmen. Anschliessend ging es an den Start, wo natürlich Haile Gebrselassie als diesjähriger Starläufer alle Aufmerksamkeit auf sich zog (und später auch das Rennen gewann).

Die Strecke hatte ich mir im Vorfeld versucht, anhand der Karte und des Profils einzuprägen. Jedoch gelang mir dies nicht für alle Abschnitte gleich gut. Was ich jedoch mitnahm und mir auch Marc nochmals versicherte, war, dass es sehr coupiert sei und vor allem der Schlussaufstieg (Aargauerstalden) ziemlich gemein sein könne…

Nach dem Startschuss ging es noch einige Sekunden, bis auch wir über die Startmatte liefen und uns vom Pulk treiben liessen. Mit einer flotten Pace von 3:30 auf dem ersten Kilometer ging es hinunter in die Altstadt. Ich hatte zu Beginn noch ziemlich schwere Beine, fühlte mich ansonsten aber gut. Ich lief locker mit ständig einer kleinen Reserve, um nicht von der unbekannten Strecke überrascht und vernichtet zu werden.

Kurz nach Kilometer 2 in der Altstadt verlor ich Marc aus den Augen und versuchte, mich im Feld einzuordnen. Die Geschwindigkeit variierte aufgrund der Topographie, aber ich konnte mich in einer kleineren Gruppe halten. Etwa bei Kilometer 5 schloss ich zu Markus auf, den ich vorher noch nicht gesehen hatte und überholte ihn auch direkt. Dann ging es Richtung Dählhölzli mit der fiesen Steigung. Ich fühlte mich jedoch nach wie vor OK und überhitzte den Motor auch in der Steigung nicht – trotzdem konnte ich einige Läufer überholen.

Ich nutzte jede Trinkgelegenheit aufgrund der hohen Lauftemperaturen, versuchte aber stets im Laufen zu verpflegen (für mich aussergewöhnlich), was auch erstaunlich gut gelang. Beim Rückweg verlor ich ein paar Mal die Orientierung, genoss aber sowohl Strecke wie auch die ausserordentliche Zuschauerkulisse und die zahlreichen Musikbands. Eine wahrhaft einmalige Stimmung auf den “schönsten 10 Meilen der Welt”. Ganz besonders blieb mir der Lauf über den Bundesplatz mit dem Bundeshaus auf der rechten Seite – patriotische Gefühle vermischten sich mit Läuferglück. 😉

Ein Highlight vor dem berüchtigten Aargauerstalden war für mich, als ich mit einem kurzen Blick nach rechts in den Bärenpark direkt einen Bär erspähen konnte, der trotz grosser Lärmkulisse friedlich am Grasen war. In der Schlusssteigung nahm ich einen Isodrink für den Schlussspurt und konnte auch in dieser Steigung nochmals einige Plätze gut machen. Oben angekommen brauchte ich einige Meter, um wieder Tempo zu machen und drehte nun in den roten Bereich für den langgezogenen Schlussspurt. Auf der unmittelbaren Zielgeraden schaffte ich es mit einem beherzten Spurt, die letzten Ränge gutzumachen.

Schlussendlich resultierte mit einer Laufzeit von 01:03:43.3 der 117 Kategorienrang von 2496 Läufern. Gesamthaft Rang 290 von 10’118. Für die erste Teilnahme war ich vollauf zufrieden – vor allem hat es extrem Spass gemacht, in Bern zu laufen!

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Flughafenlauf

Stets an Auffahrt ruft der Flughafenlauf in Kloten. So auch dieses Jahr, jedoch entgegen der Tradition mit angenehmem Laufwetter. Auch wenn es kurz vor dem Start noch einige Tropfen regnete, war es dann pünktlich um 10:30 Uhr trocken für die 17 Kilometer rund um den Flughafen Zürich. Bereits im Startgelände traf ich auf einige bekannte Gesichter.

Als Ziel nahm ich mir vor, im Bereich der Vorjahre zu laufen, also eine Durchschnittspace von etwa 3:53 Minuten. Der Beginn war dann merklich schneller mit der steilen Bergabpassage kurz nach dem Start. Ich fühlte ich gut und konnte bis zur ersten Verpflegung in Oberglatt die Pace halten. Im leichten Aufstieg zum Pistenende dann die erste kurze Schwächephase: Ich musste kurzfristig abreissen und die Gruppe von mir ziehen lassen. Im anschliessenden Stück am Pistenende entlang versuchte ich, wieder Kräfte zu sammeln für den Rückweg, was mir mehr oder weniger gelang.

Beim Wechsel auf die Panzerpiste konnte ich sogar weit hinten Silja erkennen, die heute super-schnell unterwegs war. Ich selber konnte aber bis zu diesem Zeitpunkt nie länger in einer Gruppe laufen und versuchte mit Hilfe meiner GPS-Uhr die Pace zu kontrollieren. Auf dem Rückweg parallel zur Piste 14 versuchte ich, möglichst lang unter 4 Minuten zu laufen. Bei der zweitletzten Verpflegung lief die führende Frau auf mich auf und ich spielte anschliessend Pacemaker für etwa 2-3 Kilometer. Danach überholte sie, ich konnte etwa einen Kilometer folgen und musste dann abreissen lassen. Es zeigte sich bereits dort, dass ein Endspurt heute zum unerreichbaren Luxus werden könnte.

Beim Rega-Gebäude gönnte ich mir einen Schluck Iso für den verbleibenden Rückweg und vor allem die gemeine Steigung (gefühlt überhängend) bis zum Ziel. Wie befürchtet lag leider nicht mehr viel drin: Der Abstand zum Vordermann blieb ziemlich konstant, wenigstens konnte ich auch meine Verfolger auf Distanz halten. Mit 1:06.11,5 verpasste ich die Zeit vom Vorjahr um 15 Sekunden, was jedoch mit Blick auf den verminderten Trainingsumfang durchaus in Ordnung geht. Von 260 Teilnehmern erreichte ich den 13. Rang. Viel besser lief es Silja, welche ihre Kategorie sensationell gewinnen konnte!

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SOLA-Stafette

Wie bereits 2010 rannte ich heuer die Strecke 9. Die vier Wochen vor dem Lauf verbrachte ich im Militär und kam dementsprechend nicht so oft zum Trainieren. Trotzdem war mein Ziel, an meine Zeit von vor drei Jahren heranzukommen.

Bereits einige Wochen vor der Stafette lief ich die Strecke im Training, um mir deren Charakteristik einzuprägen. Die stete Steigung und häufigen Steigungswechsel machen es schwierig bis unmöglich, einen Rhythmus zu finden. Zudem hat es einige ziemlich steile Stellen, an denen ich mit Sicherheit im roten Bereich laufen werde.

sola2013Als ich mich am Lauftag am Start beim Zoo einfand und meinen Blick über die wartenden Mitstreiter wanderte, erkannte ich einige bekannte Gesichter: Schweizer Meister über Marathon oder Halbmarathon sowie Topläufer aus dem ZüriLaufCup. Da es sich bei Strecke 9 um eine eher anspruchsvolle Etappe handelt, wird diese meist von den stärksten Läufern im Team gelaufen. Ich liess mich jedoch nicht einschüchtern und vertraute auf meine Erfahrung von 2010.

Nach den anfänglich einzelnen Läufern nahm der Strom der ankommenden Sportlern merklich zu und es war schwierig, die einzelnen ausgerufenen Nummern zu hören. So verpasste ich auch unseren Aufruf, sah zum Glück aber meinen Vorläufer Roman genügend früh, so dass ich aus dem Wartebereich in den Übergaberaum sprinten und den Stick übernehmen konnte. Bereits von Beginn weg auf der 400-Meter-Bahn machte ich Tempo und nahm die gut elf Kilometer in Angriff.

Obwohl der Boden teilweise noch nass und rutschig war, herrschten angenehme Temperaturen und somit (fast) ideales Laufwetter. Ich fand schnell meinen Tritt und fing an, Läufer zu überholen. Es bildete sich jedoch nie eine Gruppe, mit der ich länger als ein paar Meter laufen konnte – zu heterogen war das Feld.

Bei den sehr steilen Passagen lief ich wie erwartet am Limit und hatte in den ersten Metern danach Schwierigkeiten, wieder auf meine Pace zu beschleunigen. Ansonsten hatte ich jedoch keinerlei Probleme und konnte bergab sogar ziemlich Tempo machen. Vor allem ab dem Forchdenkmal hinunter ins Ziel schaffte ich es so nochmals, einige Positionen gut zu machen.

Schlussendlich verpasste ich mit 46:25 meine Bestzeit um 11 Sekunden, klassierte mich jedoch auf dem 27. Rang, womit ich angesichts der starken Läufer sehr zufrieden bin. Und noch viel mehr freue ich mich über den 24. Teamrang von 878 klassierten Mannschaften. Als reines Firmenteam ohne “eingekauften” Läufer ein phänomenales Ergebnis! Und wir haben bereits Optimierungspotential für nächstes Jahr ausgemacht…

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Zürich cityrun

Nachdem ich letztes Jahr mein lang gehegtes Marathonziel in Zürich erreicht hatte, war die Trainingsmotivation dieses Jahr nicht wieder gleich gross. Zudem fand der Zürich Marathon heuer zwei Wochen früher statt und mein Terminkalender zu Jahresbeginn war ziemlich gefüllt. Ich entschied mich daher ziemlich früh, den Marathon nicht zu laufen. Jedoch meldete ich mich mehr oder weniger spontan für den 10-Kilometer-cityrun an.

zurich-cityrun-2013Bei Kühlschrank-Temperatur aber trockener Witterung machte ich mich per ÖV auf nach Wollishofen. Das Abgeben des Kleidersackes war im Nu erledigt und so galt es, mich bis zum Start warm zu halten und ein wenig einzulaufen. Neu startete der cityrun 300 m hinter dem Marathonstart zur gleichen Zeit wie die Stafette, also 10 Minuten nach dem Marathon.

Allzu hohe Erwartungen hatte ich vor dem Start keine, da die Vorbereitung alles andere als optimal war. Am Vortag war ich den ganzen Tag in Arosa auf den Skis, um die Saison würdig zu beenden. Trotzdem fühlten sich meine Beine nicht einmal schlecht an und so wollte ich einmal schauen, was drin liegt. Erwartungsvoll reihte ich mich zuvorderst im Feld ein.

Bereits kurz nach dem Start liefen wir bereits auf die Stafetten-Läufer auf. Nun begann der grosse Slalom. Vor allem in den engeren Passagen war es extrem mühsam und kräftezehrend, musste doch immer wieder abgebremst werden, bis ein Überholen möglich war. Die geänderte Organisation mag für die Marathonläufer besser sein, der cityrun wurde dadurch aber ganz klar abgewertet. Fraglich bleibt, ob es überhaupt möglich ist, beide Anlässe am gleichen Tag optimal durchzuführen.

Zwischenzeitlich heftete ich mich an die Fersen anderer cityrun-Läufer oder führte selber eine kleine Gruppe an. Da wir alle in den blauen Shirts laufen mussten, waren die 10-km-Läufer im ganzen Pulk jeweils gut zu erkennen. Der Schnitt lag immer deutlich unter vier Minuten, meistens um die 3:40 bis 3:45. Bei der ersten Verpflegung nahm ich ein paar Schlucke Wasser, die zweite kurz vor dem Ziel liess ich aus.

Wieder in Start/Ziel-Nähe nahm ich mir vor, einen beherzten Schlussspurt zu absolvieren. Die Kräfte waren verständlicherweise nicht mehr top, so dass ich mich auf die letzten 200-300 Meter beschränken wollte. Ich hatte meine GPS-Uhr ein wenig zu früh gestartet, so dass ich ständig 50 m voraus war. Doch als ich auf die Zielgerade einbog und einen Zielbogen erkannte, zeigte ein kurzer Check auf die Uhr, dass dies noch nicht das Ziel sein kann. Also nicht zu früh anziehen! Doch als ich die Läufer dahinter auslaufen sah, wurde mir bewusst, dass es sehr wohl das Ende ist. Die kurze Distanz reichte aber leider nicht mehr für einen richtigen Spurt und es war mir nicht möglich, die zwei vor mir laufenden Kontrahenten einzuholen. Schade! Bei der Diskussion nachher meinten auch andere Läufer, dass der letzte Kilometer zu kurz war. Ob die Strecke nicht korrekt vermessen wurde?

Schlussendlich erreichte ich mit einer Zeit von 36.35,5 einen neuen persönlichen Rekord über 10 Kilometer und den 8. Rang von 325 Läufern meiner Kategorie. Sehr überrascht war ich, als ich anschliessend die Rangliste betrachtete und sah, dass Reto direkt vor mir klassiert war und mich um 6 Zehntelsekunden geschlagen hatte. Ich habe ihn weder am Start, auf der Strecke noch im Ziel getroffen. Aber der Lauf wurde natürlich netto gemessen. Alles in allem war ich natürlich – den Umständen entsprechend – mehr als zufrieden.

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Männedörfler Waldlauf

Zum dritten Mal stand der Männedörfler Waldlauf auf meinem Programm. Eher spontan hatte ich mich entschieden, teilzunehmen und damit die ZLC-Saison 2013 zu eröffnen. Da neu die Startnummern sowieso nicht mehr verschickt werden, bringt eine vorgängige Anmeldung (als GA-Besitzer) keine Vorteile mehr.

Das Barometer zeigte 7 °C und der Himmel war bewölkt. Eigentlich gute Laufbedingungen, tendenziell eher auf der kühleren Seite. Auch die Strecke wurde in guter Verfassung angekündigt mit ein paar schattigen und dementsprechend feuchten Stellen.

Ohne spezifische Vorbereitung reiste ich zusammen mit Silja nach Männedorf, wo wir trotz knapper Zeit noch problemlos unsere Startnummern bekamen. Dann hiess es für mich, eine Stunde auf den Start zu warten. Aufgrund der niedrigen Temperaturen verbrachte ich diese ziemlich eingepackt beim Startgelände.

Dann endlich ging die Saison los! Der steile Beginn war mir noch präsent und so war ich darauf bedacht, nicht bereits sämtliche Energie zu verbrennen. Ich fühlte mich gut und konnte im anschliessenden Bergab-Teil Tempo machen. Die ständigen Rhythmuswechsel sind markant für den Männedörfler Lauf, so dass man nie in den Fluss kommt.

Auf den folgenden Kilometern kreisten meine Gedanken stets um die noch folgende Steigung bei Kilometer acht. Diese war mir noch sehr präsent und ich wusste, dass ich dort noch Kraft brauchen würde. Trotzdem lief ich immer so, dass nicht mehr viel Spielraum nach oben war – nicht rot, aber zumindest orange. Beim Verpflegungsposten bei Streckenhälfte gönnte ich mir ein Wasser während ein paar lockeren Schritten und wurde prompt von einer kleinen Verfolgergruppe überholt.

Doch nun ging es langsam aber sicher auf die finale Steigung zu. Ein paar der Verfolger hatte ich am Fuss der Steigung bereits wieder überholt. Mit gleichmässigen Schritten erklomm ich den Hügel. Nach den anfänglichen Serpentinen ging es auf die Strasse und moderat dem Kulminationspunkt entgegen. Ich fühlte mich wieder prima und konnte zwei Plätze gut machen.

Nun folgte ein munteres Auf und Ab. Nicht nur, was die Topologie der Strecke anging, sondern auch innerhalb der sich gebildeten Dreiergruppe, in der ich lief. Wir wechselten uns ständig in der Führung ab, blieben jedoch bis zwei Kilometer vor dem Ziel stets zusammen und machten gemeinsam einige Plätze gut. Dann konnte ich mich endlich absetzen. Zwar noch nicht entscheidend, aber ich war immerhin zuversichtlich, dass ich im letzten steilen Gefälle Richtung Ziel davonziehen kann.

Und so kam es dann auch. Kurz vor dem Ziel konnte ich sogar noch einen Läufer abfangen, der mich kurz zuvor mit seinem zu früh angesetzten Schlussspurt überholte, jedoch gelange es mir nicht mehr, eine Position gut zu machen. Trotzdem reichte es für einen neuen persönlichen Rekord am Männedörfler Waldlauf. Mit 45.05,8 erreichte ich den 8. Rang von 114 Läufern meiner Kategorie und war mit dem Top-10-Ergebnis entsprechend zufrieden.

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Saisonrückblick 2012

Das vergangene Jahr fand läuferisch vor allem in den ersten vier Monaten statt. Dort erlaubte mir mein Studium ein Trainingspensum, um auf der Marathonstrecke nochmals voll angreifen zu können. Und so fielen auch die beiden Saisonhöhepunkte Berliner Halbmarathon und Zürich Marathon in diese Phase. Mit einer gezielten Vorbereitung – erstmals nach einem Trainingsplan – wollte ich die 3-Stunden-Schallmauer durchbrechen, nachdem ich ihr in den Vorjahren Schritt für Schritt näher gekommen war. Mit vier Minuten Reserve gelang mir dieses Unterfangen am 22. April 2012, womit das primäre Saisonziel fast noch im ersten Quartal erreicht war.

Nachfolgend fielen sowohl Wunschläufe wie der GP Bern als auch diverse Läufe des ZüriLaufCup auf Samstage, an denen ich die Schulbank drücken musste. Deshalb bestand das zweite Halbjahr aus ungewohnt vielen Trainings im Verhältnis zu den Wettkämpfen. Auch wenn die Trainingsintensität sich dem Studium unterordnen musste, kam ich dazu, meine Form zu konservieren. Und jetzt – mit abgeschlossenem Studium – bin ich gespannt auf den Laufkalender 2013. Diverse Unsicherheiten im zweiten Halbjahr lassen eine detaillierte Planung vorerst nicht zu. Als kurzfristiges Ziel habe ich mir den GP Bern vorgenommen.

In diesem Sinne wünsche ich allen Läuferinnen und Läufer eine erfolgreiche und verletzungsfreie Saison. Vielleicht trifft man sich im Startblock des einen oder anderen Laufs im 2013.

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Sihlseelauf

Endlich wieder einmal eine Laufpremiere. Der Sihlseelauf wird von einem Arbeitskollegen mitorganisiert, worauf er mich schon letztes Jahr angesprochen hatte. Leider war dieser Samstag durchs Studium besetzt, so dass ich passen musste. Für dieses Jahr hatte ich den Termin vorreserviert, jedoch kam eine Fussverletzung im letzten Moment dazwischen. Aufgrund dieser Unsicherheit meldete ich mich nicht vorzeitig übers Internet an.

Als dann am Samstagmorgen der Fuss einigermassen mitzumachen schien und das Wetter sich prächtig präsentierte, entschloss ich mich trotzdem, teilzunehmen. Mit dem Zug ging es nach Einsiedeln und kurz vor Meldeschluss hatte ich die Startnummer. Das Wetter versprach nicht nur prächtig, sondern brütend heiss zu werden – trotz Start um 10:00 Uhr.

Ich reihte mich im Startfeld fast zuvorderst ein und war gespannt auf die 14.6 bevorstehenden Kilometer. Im Wissen, dass ich durch den Fuss leicht handicapiert war und die Hitze nicht mein Lauffreund ist, wollte ich nicht allzu schnell starten. Nach dem Startschuss zog eine kleine Spitzengruppe weg und ich setzte mich im ersten Verfolgerfeld fest. Bereits vor Erreichen des Dorfausgangs war das Feld bereits ziemlich in die Länge gezogen. Mit einem Kollegen wechselte ich ganz kurz ein paar Worte, bevor er an mir vorbei zog und sich ein paar Meter vor mir installierte.

Wie erwartet fühlte ich mich nicht topfit und die Hitze war bereits über meinem erträglichen Mass. Als einziges Gegenmittel nutzte ich sämtliche Wasserstellen für Schwämme und Trinkwasser. Auch ein Streckenposten mit Gartenschlauch kam mir sehr entgegen.

Trotz allem war mein Ziel, 3:45 bis 3:50 auf den Kilometer zu laufen. Dies konnte ich zu beginn einhalten, doch bereits ab dem fünften Kilometer wurden es eher vier Minuten. Den Fuss merkte ich vor allem bei den teilweise steilen und unebenen Bergab-Passagen, wo ich die Beine dadurch nicht laufen lassen konnte und meistens ein bis zwei Positionen einbüsste, die anschliessend mühsam wieder eingeholt werden mussten.

Lange Zeit lief ich zusammen mit der ersten Frau, respektive abwechselnd davor und wieder dahinter. Auf der Seebrücke zurück nach Einsiedeln konnte ich mich dann entscheidend absetzen, als ich meine Kräfte mobilisierte, um meinen Kollegen einzuholen. Dieses Unterfangen blieb mir leider verwehrt und ich konnte lediglich den Abstand reduzieren. Noch hoffte ich auf einen langgezogenen Schlussspurt…

Auf den letzten drei Kilometern waren jedoch die Abstände dann so gross und meine Kräfte entsprechend beschränkt, dass nicht mehr viel lief. Ich hielt meinen Rang und kämpfte mich durch die Hitze. Mit einem beherzten Sprint gut 100 Meter vor dem Ziel schaffte ich es wenigstens noch, einen Rang gut zu machen und mich unmittelbar hinter meinem Kollegen zu platzieren.

Schlussendlich resultierte der 7. Kategorienrang von 48 Teilnehmern in 58:12.6. Zufrieden war ich nicht, die Umstände liessen aber leider nicht mehr zu. Besser machte es Silja, die ihre Kategorie souverän gewann!

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Zumiker Lauf

Nach einer Woche Militär mit minimalem Training habe ich mich erst ganz spontan am Samstag entschieden, statt eines Trainings am Zumiker Lauf teilzunehmen. Dementsprechend tief waren auch meine Erwartungen. Und als ich dann beim Einlaufen ziemlich schwere Beine hatte, nahm ich mir erst recht nichts mehr vor. Trotzdem reihte ich mich bei schönstem Laufwetter in den vordersten Positionen ein und lief nach dem Start mit Blick auf die Spitze mit.

Bei der ersten Steigung ausgangs Dorf hielt ich meine Position und überholte sogar noch einige Läufer. Jedoch war ich darauf bedacht, den Motor nicht zu überdrehen. Schon bald war das Gefühl in den Beinen besser und von der Kondition her fühlte ich mich super. Ob trotzdem noch etwas drin lag?

Bei der U-Schleife, welche mehr oder weniger horizontal verläuft, erblickte ich unmittelbar vor mir laufend ein bekanntes Gesicht, das jedoch üblicherweise weit vor mir klassiert ist. War ich so schnell unterwegs? Ich hängte mich an seine Fersen und konnte nach der ersten Verpflegung mit Wasser bald wieder aufschliessen.

Bis zur zweiten Verpflegung folgten jedoch nochmals üppige Steigungen, die ich nicht so lange in Erinnerung hatte. Diese forderten mir nochmals alles ab und ich musste kämpfen, um die Position zu halten. Nach der zweiten Verpflegung folgte die letzte Steigung zum Kulminationspunkt, von wo es zuerst zum Forch-Denkmal und anschliessend zurück nach Zumikon ging.

Im Gegensatz zum letzten Jahr konnte ich bergab nochmals Tempo machen und entscheidend Zeit gut machen. Auch ein zweites bekanntes Gesicht konnte ich somit zu meinem grossen Erstaunen hinter mir lassen.

Schlussendlich lief ich mit einem neuen persönlichen Rekord in 42.43,9 ins Ziel und erreichte den 7. Rang von 100 Teilnehmern meiner Kategorie. Hätte mir dies jemand vor dem Start prophezeit, ich hätte es auf keinen Fall für möglich gehalten!

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