Unterschiede IX: Baustellen

Seit dieser Woche spriessen nicht nur die Pflanzen hier in Belgrad, sondern auch die Baustellen. Als sei bis letzte Woche kompletter Baustopp gewesen, werden nun sämtliche Strassen synchron aufgerissen. Nicht, dass es da nichts zu flicken gäbe, aber die Art und Weise erstaunt schon sehr, wenn man sich das organisierte Vorgehen in der Schweiz mit der ausgeklügelten Beschilderung gewohnt ist.

Baustelle

Und genau diese Beschilderung – oder eben deren Nichtvorhandensein – ist das Ungewöhnliche bis Gefährliche an der ganzen Sache. Die Baustellen werden nicht etwa einige Meter vorher angekündigt, so dass man frühzeitig die Spur wechseln oder sogar eine Umfahrung nehmen könnte. Im besten Fall steht direkt vor dem Loch ein Schild, das auf die Arbeiten hinweist. Je nach Strassenbreite kann man dann ausweichen oder muss umkehren – zusammen mit der ganzen Schlange Autos, was dann mitunter zu gegenseitiger Behinderung bis zur vollständiger Blockierung führt.

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Berliner Halbmarathon

Bereits vor zwei Jahren nutzte ich den Berliner Halbmarathon zur Vorbereitung auf einen Frühjahrsmarathon. War es dazumal der Zürich Marathon, so wird es dieses Jahr Ende April derjenige in Belgrad sein. Während vor zwei Jahren lediglich Silja und ich den Weg nach Berlin antraten, waren wir heuer eine Gruppe von neun Leuten.

Ich flog am Freitagabend von Belgrad nach Zürich, um in aller Früh am Samstag zusammen mit Silja nach Berlin weiterzufliegen. Die anderen aus unserer Gruppe waren bereits Donnerstag und Freitag angereist und so trafen wir fast alle beim Morgenessen im Hotel. Als erstes ging es danach zum alten Flugfeld Tempelhof, wo die Läuferexpo mit Startnummernausgabe stattfand. Aufgrund der verstärkten Sicherheitsvorkehrungen (Boston lässt grüssen), mussten wir uns mit einem amtlichen Ausweis ausweisen und bekamen ein Armband angelegt, das wir erst am nächsten Tag im Ziel abnehmen durften.

Nach einem gemütlichen Stadtbummel und der obligaten Portion Pasta am Abend gingen wir ziemlich zeitig ins Bett – schliesslich sollte uns die Zeitumstellung noch eine Stunde “stehlen”. Ich gehörte zur frühen Frühstücksschicht und gönnte mir einige Kohlenhydrate am Buffet. Danach ein kurzes Einlaufen zum Startgelände und zurück, um ein letztes Mal Kraft zu tanken. Durch die starken Sicherheitsvorkehrungen wurde teilweise geraten, bis zu eineinhalb Stunden vor dem Start zum Startgelände zu gehen. Da unser Hotel ziemlich nah lag und wir uns nicht unnötig nervös machen wollten, beschränkten wir uns auf 40 Minuten – nicht zuletzt, um den Start der Inline-Skater und somit von Fige zu sehen.

Anschliessend versuchten auch wir, uns in unsere Startblöcke zu begeben. In Berlin wird stets sehr genau darauf geachtet, dass im richtigen Startblock eingestanden wird – was ich überaus begrüsse. Jedoch kamen in diesem Jahr zusätzliche Sicherheitsschleusen hinzu, welche sich im hinteren Drittel des Startbereichs befanden. Somit musste ich mich anschliessend ganz nach vorne kämpfen, so dass die Zeit doch noch relativ knapp wurde.

Um 10:05 Uhr erfolgte der Startsschuss und das Feld setzte sich langsam in Bewegung. Wie bereits vor zwei Jahren konnte ich ab Startlinie sofort meine Pace laufen, welche sich bei 3:50 min/km einpendelte. Der Trainingsplan sah vor, den Halbmarathon unter 1:25 h zu laufen. Insgeheim hoffte ich, meine Bestzeit von 1:22:33 h anzugreifen. Jedoch war ich mir des reduzierten Trainingsstandes bewusst und versuchte, möglichst gleichmässig und trotzdem im Bereich der Bestzeit anzulaufen.

Ich fühlte mich gut und auch die Bedingungen waren schlicht perfekt. Unter dem Brandenburger Tor durch, an der Siegessäule vorbei und schon fast war die Charlottenburg erreicht. Nach einer engen Rechtskurve folgte schon bald die 10-km-Marke, die ich in 39:14 min passierte und somit gut im Zeitplan war. Ich trank regelmässig einen Becher Wasser, um mich angesichts der Sonneneinstrahlung hydriert zu halten.

Bei Halbzeit fand ich zwei Läufer, die sehr konstant mein Tempo liefen, während ein Grossteil bereits Mühe hatte, die Pace zu halten. So überholten wir im Dreierteam ständig und hielten das Tempo. Bald musste einer der beiden abreissen lassen und ich übernahm die Führung. Doch bei Kilometer 16 zog auch ich eine kurzzeitige Schwächephase ein, was sich jedoch nicht allzu stark auf das Tempo auswirkte. Es erforderte jedoch einiges an mentaler Überwindung, nicht zu verlangsamen.

Endlich tauchte Checkpoint Charlie auf – von der letzten Teilnahme wusste ich, dass es nun nicht mehr weit war. Ich mobilisierte die letzten Reserven, welche jedoch keine grosse Tempoverschärfung mehr zuliessen. Und so lief ich mehr oder weniger konstant bis ins Ziel am Alexanderplatz, wobei kurz vor Zieleinlauf die Nicht-Läufer aus unserer Gruppe (sowie der bereits geduschte Fige) mich lautstark über die Ziellinie jubelten. Im Gegensatz zu letztem Mal ging das Ernährungskonzept voll auf und ich musste unterwegs nie ein Toitoi aufsuchen. 🙂

Schlussendlich lief ich in 1:22:55 durchs Ziel, was den 60. Platz in meiner Kategorie (und 285. gesamt) bedeutete. Damit bin ich zufrieden und gespannt auf den Marathon in drei Wochen.

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Unterschiede VIII: Wohnung mieten

Wie so einiges, so ist auch das Mieten einer Wohnung anders in Belgrad. Erstens erhält man als Expat – wie auch in anderen Bereichen – natürlich nicht die ganz günstigen Wohnungen respektive es wird eine “andere Preisliste” angewendet.

Zweitens werden Mietsteuern fällig, die knapp 20 Prozent der monatlichen Miete ausmachen. Die Serben sind ein sehr findiges Volk und so werden etwa 95% der Mieten bar bezahlt, um den lästigen Steuern entgehen zu können. Als Schweizer bin ich natürlich gewohnt, alles hoch offiziell zu machen und liefere brav den Obulus dem serbischen Staat ab. Die Mietzahlungen sind übrigens die fast einzige Abgabe, welche in Fremdwährungen beglichen werden darf. Bei allen anderen Zahlungen schreibt der Staat den Dinar vor, um die eigene Währung zu schützen.

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Eine Folge dieser “Steuer-Spartaktik” ist auch, dass die Wohnungen nicht auf den aktuellen Mieter umgeschrieben werden. Und so lauten sämtliche Rechnungen für Nebenkosten (Heizung, Strom, Telefon, etc.) nach wie vor auf den Vermieter. Dies ist auch der Grund, weshalb die meisten Briefkästen zwei Namen tragen (siehe Foto).

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Frühlingsgefühle

Am Sonntag ist der Frühling definitiv in Belgrad angekommen: 20 °C und strahlender Sonnenschein. Natürlich nutzte ich das super Wetter für einen ausgedehnten Long Jog Richtung Ada.

Traumwetter kombiniert mit serbischem Nationalfeiertag führte dazu, dass ich auf Ada nicht alleine war. Scheinbar hatte sich die gesamte Hälfte der Bewohner, die fürs lange Wochenende nicht aus der Stadt geflüchtet war, auf Ada versammelt. Glücklicherweise hatte ich auf den Velowegen mehr oder weniger freie “Fahrt”, ansonsten hätte ich mir wohl ein Slalomtrauma zugezogen.

Der erste Long Jog dieses Jahres zeigte mir aber auch körperliche Grenzen auf. Oder war es einfach die nicht optimale Ernährung am Morgen? Auf jeden Fall musste ich kurz vor Schluss einen aufkommenden Hungerast beklagen. Zu meinem Glück hatte ich ein “Not-Nötli” im Sack und konnte mir somit den besten Kirschenplunder von ganz Belgrad sichern – welcher mich nachhaltig vor der sicheren Unterzuckerung bewahrte.

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Davis Cup

Photo 01.02.14 15 09 27Das erste Februarwochenende hatte ich mir bereits einige Wochen zuvor reserviert. Schliesslich sollte die Davis-Cup-Partie Serbien-Schweiz in Belgrad ausgetragen werden. Drei Wochen vorher konnte ich zusätzlich Fige überzeugen, dafür ins Flugzeug zu steigen. Jedoch änderten sich die Pläne nochmals und die Partie wurde nach Novi Sad verlegt. Kein Problem, schliesslich in einer Autostunde zu erreichen.

Ich buchte im Vorfeld Tickets für die Spieltage 2 und 3. Als dann neben Stan kurzfristig auch Roger zusagte, hoffte ich natürlich insgeheim, am Sonntag beide spielen zu sehen…

Leichtes Fieber am Freitag schien aber auf einmal meine Pläne durchkreuzen zu wollen. Nachdem ich am Morgen die wichtigsten Sachen im Geschäft erledigt hatte, meldete ich mich ab und steuerte das heimische Bett zwecks Schwitztour an. Lediglich um Mitternacht verliess ich es kurz, um Fige vom Flughafen abzuholen. Die Taktik bewährte sich, war ich doch am Samstagmittag wieder fit und bereit zur Fahrt nach Novi Sad.

Photo 02.02.14 11 19 54Im Hotel angekommen, das Auto geparkt (im Gegensatz zur heimischen Garage hängt hier eine Anleitung) und Zimmer bezogen, ging es in die Halle. Die Doppelpartie wurde auf Seiten Schweiz von Chiudinelli/Lammer bestritten und nach intensivem Kampf schliesslich auch gewonnen. Somit war die Partie mit 3:0 am Samstag bereits entschieden. Super für die Schweiz – schlecht für uns, die wir uns auf Stan und Roger gefreut hatten. Immerhin sahen wir sie als Fans während dem Doppel. Aber sogar da waren sie fast öfters in der Kabine als am Spielfeldrand (was immer sie auch dort gemacht haben…).

Photo 01.02.14 21 06 31Den Sieg feierten wir am Abend ausgiebig im mittelalterlichen Restaurant mit entsprechend grossen Portionen. Und auch die Spezialitäten der hauseigenen Brauerei wurden degustiert. Nach dezenter Live-Musik im Restaurant machten wir uns auf die Suche nach einer weiteren Schankstätte. Jedoch fanden wir in der gesamten Ausgangsmeile keine Lokalität, welche Musik unter der menschlichen Schmerzgrenze (Quantität, nicht Qualität) spielte. Dementsprechend früh ging es ins Hotel. Habe ich schon erwähnt, wie erbärmlich kalt und vor allem windig es den ganzen Tag war? Sogar meine Arbeitskollegen versicherten mir anschliessend, dass es der stärkste Wind seit Jahren gewesen sei. Auf der Hinfahrt hatte es uns fast von der Autobahn geblasen.

Als am Sonntag bekannt war, dass Roger und Stan bereits im Privatjet Richtung Schweiz sitzen, zog es uns nicht super-schnell in die Halle. Stattdessen machten wir einen Spaziergang zur Burg (habe ich den Wind schon erwähnt?) und meldeten uns anschliessend spontan zu einem Live-Game an. Ähnliche Formate gibt es in weiteren Städten – unter anderem auch in Zürich (Oerlikon). Unser Auftrag, nachdem wir in einen dunklen Raum gesperrt wurden, lautete, innerhalb einer Stunde die Bank auszurauben. Die Zeit verstrich wie im Fluge, so dass wir gar nicht wussten, wieso die Spielleiterin immer nervöser mit uns durchs Mikrophon kommunizierte. Der Stimme nach schien sie es fast nicht mehr auszuhalten, als wir in stoischer Ruhe mit einem letzten Code den Tresor knackten.

Photo 03.02.14 18 13 24Den Grund für die Nervosität erfuhren wir, als das Licht anging: Wir gewannen den Wettlauf exakt drei Sekunden vor Ablauf der Zeit. Dass ein Zweierteam dies innerhalb der Zeit praktisch ohne Hilfe schaffte, war anscheinend noch nie vorgekommen. Auf jeden Fall kamen die Betreiber aus dem Schwärmen nicht mehr heraus. Trotzdem mussten wir uns nun verabschieden, um die letzte Partie (Chiudinelli) nicht zu verpassen. Viel zu verpassen gab es dann aber leider nicht, die Qualität war einfach schlecht.

Und so beendeten wir das ereignisreiche Wochenende nach der Rückfahrt mit einem grossen Stück Fleisch in Skadarlija, bevor eine weitere intensive Arbeitswoche nach unserem Einsatz rief.

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Impressionen auf Firmenblog

Heute habe ich einige (geschäftliche) Impressionen der ersten drei Monate auf unserem Firmenblog geteilt.

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Kriegsschäden

Oft werde ich gefragt, ob die Kriegsschäden vom NATO-Bombardement 1999 noch sichtbar sind. In Belgrad selber sieht man die direkten Kriegsschäden nur noch beim ehemaligen jugoslawischen Verteidigungsministerium (siehe Foto). In den letzten Wochen haben jedoch auch hier die Abbrucharbeiten begonnen. Ob und was danach auf der Fläche gebaut werden soll, kann ich aber nicht sagen.

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Mit dem nötigen Hintergrundwissen und genauer Beobachtungsgabe kann man auch die bereits reparierten Schäden noch sehen. So beispielsweise den obersten Teil des Ušće-Hochhauses, welcher von zwei Marschflugkörpern getroffen wurde.

Und wie steht es mit den Erinnerungen der Bevölkerung an diese gut zwei Monate vor knapp 15 Jahren? Denn anders als beim Zweiten Weltkrieg haben hierbei auch Leute meiner Generation das Geschehen vor Ort erleben müssen. In der Tat hört man darüber bewegende aber für mich sehr interessante Schilderungen. Doch glücklicherweise schaut die junge Generation hauptsächlich nach vorne und lässt die alten Wunden schliessen.

Trotz vorhandenen nationalistische Tendenzen in der aktuellen serbischen Regierung möchte der Grossteil der jungen Generation ganz einfach seinen Beitrag zum langfristigen Erfolg des serbischen Staats beitragen – frei von jeglichen ewiggestrigen Rachegelüsten. Genau diese Einstellung ist es, die mich einerseits immer wieder beeindruckt, andererseits sehr zuversichtlich stimmt, dass Serbien langfristig Erfolg haben kann. Diese Veränderungen brauchen jedoch Zeit und noch hält die ältere Generation die wichtigsten Posten in Regierung und Verwaltung besetzt.

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Unterschiede VII: Parken

Vor allem im alten Teil von Belgrad sind die Parkplätze äusserst knapp. Daher hält sich eigentlich niemand an die Signalisierung, sondern parkt dort, wo es gerade passt – oder auch nicht. Alle paar Meter sieht man ein Auto mit Warnblinker auf der rechten Fahrspur – für kurze bis mittlere Parkdauer hier durchaus üblich.

Auch meine Wohnung befindet sich im alten Teil. Zum Glück habe ich einen garantierten Parkplatz in der Garage, der zur Wohnung gehört. Wie aber bereits im Post zum Roadtrip geschrieben, hat dieser Garagenplatz so seine Tücken. Es ist nämlich gar nicht so einfach, einen Kombi hinein und auch wieder hinaus zu manövrieren. Dass ihr euch vor Augen führen könnt, wie verwöhnt ihr mit den grosszügigen Garagen in der Schweiz seid, nachfolgend ein kurzer Fotoroman…

Ausgangssituation: Mein Auto befindet sich auf dem Lift in der oberen Position, da mein Nachbar zuletzt sein Auto herausgefahren hat.

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Schritt 1: Auto herunterlassen und somit Nachbars Parkplatz im Boden versenken.

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Schritt 2: Unter äusserst engen Bedingungen ins Auto steigen und damit in den Lift zirkeln. Es handelt sich um einen überdimensionierten Personenlift (für 40 Personen zugelassen).

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… und nach oben fahren (lassen).

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Schritt 3: Ausfahren, wenn der Eingang frei wäre. Wird er wie im vorliegenden Fall durch einen “Kurzparker” blockiert, muss dieser durch Dauerbetätigung der Autohupe zur schnellen Rückkehr gedrängt werden. Dies ist hier eine durchaus normale Prozedur und wird selbstverständlich zu allen Tages- und Nachtzeiten praktiziert.

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Happy Parking in Belgrad… Von eingezeichneten Parkfeldern weit und breit keine Spur – wofür auch?

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Das Parken im Geschäft fühlt sich dagegen – wie bereits im Roadtrip-Bericht geschrieben – fast schon VIP an.

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Unterschiede VI: Preisgefüge

Dass sich das Preisniveau in Serbien massgebend von demjenigen in der Schweiz unterscheidet, dürfte naheliegend sein. Auch, dass Belgrad nicht repräsentativ für ganz Serbien steht. Doch viel interessanter ist das unterschiedliche relative Preisgefüge für Konsumartikel.

Während teils Elektronikartikel (z.B. Apple-Produkte) sogar teurer sind als in der Schweiz, sind andere nur geringfügig günstiger – immer absolut gesehen. Teilweise sind hier auch nicht die neusten Modelle erhältlich. Und das iPhone ist (noch) von keinem lokalen Provider erhältlich – Android dominiert deutlich.

Photo 05.01.14 17 18 54Bei den Lebensmitteln sind lokale Produkte extrem günstig – allen voran Früchte und Gemüse. Der grösste Preissprung liegt nicht etwa wie bei uns zwischen Gemüse und Fleisch oder Grundnahrungsmitteln und Fertigprodukten, sondern zwischen lokalen und importierten Gütern. Zur Veranschaulichung ein Beispiel von meinem gestrigen Einkauf: Ich habe mir ein Tiramisù-Panettone gegönnt – das exakt gleiche Produkt aus Italien, welches auch bei uns in der Migros erhältlich ist. Für den gleichen Preis erhalte ich hier über ein Kilogramm feinstes Schweinefilet. Statt mich lange mit der Wahl zu quälen, landete schliesslich beides in meinem Einkaufskorb. 😉

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Unterschiede V: Übernamen

Die Serben mögen es kurz, wenn es um verbale Themen geht. Jedes nicht benötigte Wort wird aus den gesprochenen Sätzen gestrichen und Abkürzungen eingesetzt, wo möglich. Dies betrifft auch Namen: Ist er zu lang, gibt es dafür einen Übernamen, der ausschliesslich verwendet wird.

Nun ist es aber so, dass diese Übernamen für einen Aussenstehenden (sprich Ausländer nicht-slawischer Sprachherkunft) nicht immer gängig oder logisch sind. Wenn in unseren Breitengraden Oliver zu Oli wird, ist die Logik augenfällig. Hier aber wird ein Aleksandar zu Sasha (wie auch im Russischen). Und dies betrifft nicht ein spezifischer Aleksandar (Person), sondern ist ein allgemeiner Übername für diesen Namen.

Durchaus verwirrend, wenn alle Beteiligten von “Sasha” sprechen und man in diesem Zusammenhang nur einen “Aleksandar” zu kennen glaubt…

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